Band 
Neunzehenter Theil, von Glau bis Gra.
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598 Grab-Mahl.

sah von Holz, oder in einem Werksteine, ((&vflb sSrem, Leiccheuftein,) der auf das Grab gelegck,oder darüber aufgerichtet, und etwann mit einer I"'stription, (Grabfchrifc,) welche des VerstorbenenLebenslauf enthält, versehen wird. Man seht sie ent-weder frey auf den Plah, daß man um dieselben her'um gehen kann, oder man rücket sie unten auf derde an eine Wand an, oder hängt sie an selbiger inder Höhe auf. In den leHtern muß man nur Mäh'lerey, Bildhauerarbeit und Poesie brauchen; und &schicken sich keine Säulen dazu, immaßen solche angt'hängte Architektur wider die Natur ist, und über diesdie Säulen auch gar zu klein heraus kommen müßen,welches dem majestätischen Ansehen der Architeotlügerade entgegen läuft. Bey den auf freyer Erdeund an der Wand stehenden Grabmählern gebrauchtman gemeiniglich zwey oder vier Wandpfeiler,und aufs höchste für den mittlern, die man gern müeiner Bogenstellung machet, noch zwo freystehendeSäulen.

Die allgemeinen Zierrathen, welche man bey de"Grabmählern anbringen kann, sind: AufschriftenSinnbilder, weinende Kinder mit dem Zeichen derProfession oder des Standes des Verstorbenen, rü^Tugendbilder; zuweilen bekommt das Bildniß N*Verstorbenen, entweder als ein gemahltes Brustbild,oder als ein Bruststück (Zucke), die vornehmstele daran.

Ein mit architectonifcher Auszierung versehetLeichengerüste von Marmor, welches zum Andenkeeiner hohen Standes- oder sonst wohlverdientenson errichtet wird, und beständig stehen bleibt, wlein Mausoleum genannt.

Man lindet die jetziger Zeit so wohl in Rom, DenedArmd Paris, als auch in Antwerpen, Delst und andern O"nuhr anzutreffenden prächtigsten Grabmähler, zum Then