Grab-Meisstl. Grab-Scheit. 599
Sturms architectonischen Reiseanmerknngen in Kupsrr^gestellt; weiche meistens darin überein kommen, daß unterdem Bogen auf einem Postement ein aas schwarzem MarmorKehauener Sarg sieht, worauf des Verstorbenen Statue ent-weder in Lebensgröße kniend, oder auf einem Arme ruhend,Mb sitzend, halb liegend, mit einer unter die Arme greifendenTugend - Statue aus weißem Marmor gebildet ist. Weilftll d) bey dergleichen Grabmählern öfters viel in Aufschrift^bracht werden muß: so machet man gern zwo Aufschriften:rwe ein wenig hoch stehend, ganz kurz mit den allernöthigsteaumstünde nebst dem Nahmen; die andere, unten an demPoste:?'ent wcitläustiger, mit speciellen Umständen.
Der einzige, welcher von den Grabmählern ausführlichgeschrieben hat, ist L. C. Sturm, tu seiner vollständigenAnweisung, Grabmahle ;u Ehren der Verstorbenen ge>hsrig anzugeben.
^tab-Meißel, siehe Grab-Stichel.
lorab-Schaufel, im Gartenbaue, eine flach ausge»hehlte eiserne Schaufel, die Gänge damit gleich zuUrachen und zu reinigen, die Löcher zu den Bäumen. damit auszugraben oder auszuschaufeln u. f. f. Fig.
Grab-Scheit, oder Grabescheik (das), Fc. Beche,Ecoupe, Escoupe, ein mit Eisen beschlagenes, vornscharfes, zuweilen auch spitziges Werkzeug, damit inErde zu graben, oder die Erde damit umzugraben;im Oberdeutschen ein Grabeifen, und wenn eö vornspihig ist, ein Grabstichel; in Niedersachsen, wennes vorn breit ist, ein Esther, Asker, Ascher, Schu-he, und wenn es spitzig ist, ein Spaten, eine Spasve, ein Abftecheistn.
Das Grabscheit ist ein einem Landmanne und Gärt»^er unumgänglich nöthiges Werkzeug, und ist wohlunstreitig das älteste und erste Acker. Instrument gewe,stn. Es ist solches entweder aus einem ganzen Stu«^ Holz, mit einem starken hölzernen Stiele oder einerDrücke gemacht, und vorn unten herum, wie auch ander Seile, mit einem geschärften Eisen beschlagen,Pp 4 oder