6i6 Gradier-Eisen. Grad unter.
i. In der Schmelzkunst, die Metalle an Gewichte,Farbe und Beständigkeit erhöhen und verbessern; m.wenn z.E- bleiches Gold eine schönere Farbe bekommt»siehe oben, S. 554.
Noch häufiger aber 2. in bey Salzwerken , ^Salzsohle durch Abdampfung des Wassers mehr S?* 1 'sistenz und Gehalt ertheilen, indem man das salzhaltigWasser etliche Mahl durch untergelegtes Reisholzgewisse Pfannen abtröpfeln, und auf solche Artwilde Wasser davon ausdünsten läßt. Daherdierwerk, diejenige Anstalt, in welcher die Sohlefeieret wird, besonders so fern solches durch Vermaglung der Sohle in Tropfen geschieht, wobey vEWasser abdampfet, welches an einigen Orten einrverk genannt wird; imgl. dasjenige Gebäude, inchem solches geschieht, und welches auch das GradierHaus heißt; Gradierpfanne, diejenige Pfa"^.worin die Sohle durch die Warme gradieret wi^Gradierherd, der Herd unter der Gradierpfm^Gradierröbren, diejenigen Röhren, durch wtwfeie Sohle in die Gradierpfanne und aus derselben & (leitet wird; Gradierfasser, diejenigen Fässer, in we>^.feie Sohle vermittelst der Gradierröhren geleitet wN 'Gradierdach, das Dach desjenigen Gebäudes, in n> ^chem die Gradierpfanne steht. Von allem diesen m'imArt.Galz-Gieden, ausführlicher gehandelt werot;
Gradier - Listen, Fr. Gradine; siehe unter £Vi cl ''der Bildhauer.
Gradliyer Gesundbrunnen, s. Rukue-Brunn^'
Graduircer, eine graduirre perstsn, Fr. ß f a< Lfheißt derjenige Gelehrte, der, nachdem er auf tlUniversität studiert hat, in einer der vier Faculcalev^
{•) Auf d» Universität Gießen ist, im I. >777, «ufDel'EAdes Hr». Landgrafen von .Hessen > Darmstadt, eine >nahmiich die vkonomische, Facullat gestiftet, »nd w'Rechten und Freyheiten der übrigen 4 Faculratenwyrdc». Sie kann unter andern auch dieDvctorwurvr«konomischen Wissenschaften ertheilen.