Band 
Neunzehenter Theil, von Glau bis Gra.
Seite
644
JPEG-Download
 

644

Gränze.

Es ist genug, wenn nur allemahl von einem Gränzt^chen zum andern eine gerade Linie ist; weshalb den»auch, wenn die Gränzen große und öftere Biegung^haben, viele Gränzzeichen gesetzet werden müssen.

Da die Gränzscheiden eine» sehr beträchtlichen Theil ^Landes ausmachen, welche mit nichts als unfruchtbarengeln versehen find: so würde es den Gemeinden, welche dm,Gräiije scheidet, ju einem großen Nutzen gereichen, wenn,dieser Mahle, ein oder anderer bald wachsender Baum w cnein solchen etliche Jahrhunderte her brach liegenden Boden äsäet würde. Der Hoden kannte zuvor durch den Psiuggemachet, lind auch von beyden Gemeinden mit Asche u. k-« 'gemeinschaftlich, nach Proportion ihres zu honenden Anlhe>^vom Holze, gedüngct werden. Es müß!e dieses aber d>MBefehl erzwungen werden. Einer und zwey Gemeinden »i»solche Urbarmachung leicht möglich. Man kann sicheinen wahren Nutzen versprechen. Nach aller ForstkenncrMsuchen und Erfahrungen wird das Wachsthum eines j»E,Baumes am meisten befördert, wenn die Bäümchen srev l>he»; die Gränzen aber liegen überaus ftey. Großesdürste es nicht seyn, weil solches der Wmh des Windes bl^gestellt ist. Haselstauden börsten hierzu wohl die bienliE,seyn; denn sie kommen fast in jeder Art des Bodens fort. ,überdem die Gränzscheiden nicht grasig sind, so kaun c'Ncher, obgleich roher uud unbcreitctcr Boden, doch mit^Lju Bäumen gebrauchet werden. An statt der HasclW^würden Hohtunder-und Eberäschenbäume, deren Frücht^Krankheiten der Menschen und Tbierc so heilsam sind, ^gleichen und noch wohl größer» Nutzen verschaffen.kann auch alle drey Arten dieser Bäume unter «tna fl ^hinsetzen, weil ihre Früchte insgesammt zu Einer Zeit »*%,und doch in dem Boden allemahl solche Säfte liegen,ncr von diesen Baumarten Nahrung verschaffen, gesetztdaß die andern wenige Nahrung für sich darin finden. . .,»<

Praktische Abhandlung von den GränzZeiche», sammt ett>er v-,,

metrischen Unterweisung zum Nutze» und Gebrauch der -u <jj.Banzischen Märker und anderer Liebhaber, verftrtizt

Ioh- Bapr. Koppelt. Coburg, 1775, sFigg aus 7 Äupfert.

6 D°g-

gl>"

Ich kehre zur Betrachtung desjenigen, was in 3fthung der Landesgränzen zu bemerken ist, wicde^.