Band 
Neunzehenter Theil, von Glau bis Gra.
Seite
709
JPEG-Download
 

Granaten -Baum. 7°9

nenGranatenbaum. Die Blumen sind sehr schön roth,

Ul| k zeigen sich den ganzen Sommer durch; sie sollenüber kleiner, auch die Früchte nicht größer, als eine

Wandel oder gemeine Wailnuß, seyn.

Man zieht die Granarenbäume bey uns vornehm-"ch mn der schönen fchariachrothen Blumen willen, undSjtöt deswegen der Spielart mit gefüllten Blumen den^»rzug. tragt zwar eine Frucht; da aber auch

»ärmliche Blume bey uns dergleichen völlig rttseulken liefert, kommt dieser Verlust in seine Betracht-ung, und die gefüllte behalt billig den Vorzug. Imherbste des vorigen Jahres 1779, lieferten die in demAnrfüisil. botanischen Garten zu Manheim in freyer^ufk und Erde stehenden Granatenbaume vollkommenFrüchte, wovon man. noch gar keine Beyspiele inDeutschland hat. Man befand sie im Geschmacke soSuk, als die italiänischen. Man pflegt die Vermehr-ung gemeiniglich durch Ableger oder durch die Scho^"Nge der Wurzel zu veranstalten; doch kann man auchUeue Stammchen auö den Samen, ziehen , welche aus^nen Früchten , die man aber aus Spanien und Jta-»'» erhalten muß, genommen und in Töpfe, gcsteckekwerden. Die Baume selbst kann man zwar. denSom-f fc über in das freye, Land fetzen, und sie werden dar-" bmen guten Wachsthum zeigen.; da aber dieses spatm Frühlinge geschehen kann, werden auch die Blätter«nd Blumen spät zum Vorschein kommen. Man willanrathen, bufchrcht gewachsene Baume an dieDauern zu pflanzen, und auch im Winter daselbst,o,Ji uüt Stroh, bedeckt, stehen zu lassen, da denn dresuchte zu mehrer Reife gelangen sollen, Da avevzu^.^Zeit, wenn die Blatter abfallen, auch bey denbuchkru. ein gleiches geschieht , und diese bey hiesiger-Aarme niemahls zeitig genug ihre Vollkommenheit er«wird auch diese. Wartung vergebens seyn.

besten ist es, die Baume in großen Kübeln zu er-By Z halten.