Band 
Ein und zwanzigster Theil, von Haf bis Hanf.
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Hafen. 69

chen, bis die Schiffe hinlängliches Fahrwasser untersich haben, und unmittelbar aus der See in die Straße,und aus der Straße wieder in die See gelangen kön-nen. Wenn auch nur 30 Schritt an der Länge biszur Tiefe fehlten, so wäre dieser schon genug, das Ein-laufen der Schiffe zu verwehren, und alles übrige invergebliche Arbeit zu verwandeln. Diese Länge undStärke, welche diese Dämme besitzen muffen, damit sienicht von dem Wellenschläge über den Haufen gewor-fen werden, machen beyderseits diejenige Art von Ha-fenstraßen, welche Beliror Chenals nennet, sehr kost-bar, wenn sie auch gleich nur aus Packwerken undSteinkasten bestehen, wovon weiter unten ausführli-cher sprechen werde. Ferner müssen diese Fahrstraßennicht breiter seyn, als der durch sie sich ergießendeScrohm solches erlaubt. Die Seefahrer würden im-mer wünschen, daß ihre Breite noch einmahl so weitseyn möchte, als sie es wirklich seyn kann. Allein, jebreiter sie angeordnet sind, desto matter sind die Wirk-ungen des Strohmes, den Sand heraus zu fegen, zu-mahl wenn sie einer beträchtlichen Länge bedürfen.Starke Ströhme, welche noch dazu im Frühlinge hochanlaufen, können schon eine breitere Straße reinigen,als schwache; indeffen muß diese Breite allemahl derNormalbreite des vollen Strohmes gleich seyn, weil siesich sonst gar bald versanden. Da nun jeder Strohmdie Eigenschaft hat, daß er seine Normalbreite reiniget,eine weitere Bahn aber versandet: so gibt man billigden LKenalg die Normalbreite ihrer Ströhme. Zu-weilen können benachbarte kleine Flüsse oder Landseenin den Haupkstrohm hinein geleitet werden, welches de-sto füglicher geschehen darf, weil dadurch der Wasser-Auesturz vermehret und verstärket wird, ohne daß da»her wegen der nahen See, Ueberschwemmungen zu be-furchten wären; und in solchem Falle wird billig derHaftnstraße eine größere Breite gegeben, welche sichE 3 in