Band 
Ein und zwanzigster Theil, von Haf bis Hanf.
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92 Hafer-Schrecke. Hafer-Wurzel.

Hafer-Schrecke, in einigen Gegenden ein Nahme derHeuschrecke, weil sie unter andern auch den Haferbeschädiget.

Hafer-Schrot, sieheTh. U, S. 69z.

Hafer-Seim, siehe Hafer - Schleim.

Hafer-Spreu, die ^>preu von dem auSgedroscheneumid gereinigten Hafer; im Nieders. Haverkaffz siehtTh. ll. S. 692.

Hafer-Stoppel, die Stoppeln von dem abgemähetenHafer; sowohl von einzelen Stoppeln, als auch colle-ctive, und zwar hier sowohl im Singular allein, alsim Plural allein. Der wind weher über die Hafer-Sroppel, sagt man, wenn nach der Haferärnde, wel-che gegen das Ende des Herbstes fällt, sich rauhe Windeeinstellen.

Hafer - Stroh, Stroh von ausgedrofchenem Hafer;siehe Th. >1 S. 692. An bösen Schulden nimmtman auch wohl Haferstroh.

Hafer-Trank, siehe Hafer-Schleim.

Hafer-Weihe, in der römischen Kirche, die Einweih-ung des für die Pferde bestimmten Hafers, welche ineinigen Gegenden am St. Stephanstage geschieht;daher dieser Tag selbst auch von einigen die Hafer-weihe, imgleichen der große pferdetag genanntwird.

Hafer - Wurzel. Unter dieser Benennung kommt einegemeine, und eine frenide Gattung vor. Von der ge-meinen werde ich hier handeln. Die fremde oder so ge-genannte spanische oder schwarze Haferwurzel, istunter dem Nahmen der Scorzonera am bekanntesten;siehe in G.

Die gemeine Haferwurzel hat von dem Haarich-ten Samen, welcher, wenn er noch im Kelche steckt,dem Barte eines Bockes gleichet, den NahmenBocksbart und Gauchbart, Gr. und Lat. Trago-pogon, Fr. ßarbe de bouc, Ital. Barba de becco,

Holl.