Hag-Apfel. Hage-Buche. 125
4. ein mit einem Hage eingeschlossener Ort, wofürjetzt Gehage üblich ist. So wurde ehedem sowohl imDeutschen, als in den verwandten Sprachen, ein jedereingefriedigter Acker, ein eingeschlossener Raum, ja oftein Hauö, ein Hof auf dem Lande, oder ein Dorf selbst,ein genannt, welche Bedeutung auch die letzt«Hälfte so vieler eigenthümlichen Nahmen der Oercerauf — Hagen hat, welche in Niedersachsen so zahl.reich sind, und welche Endung in Obersachsen in —Hainund — Hahn übergegangen ist. Indessen kann invielen auch die Bedeutung eines Waldes statt ftnden.Denn Hag wurde ehedem
5. auch sehr häufig von einem Gehölze, einemWalde gebraucht, vermuthlich, so fexn man die Höl-zer zunr Behuf der Jagd von Alters her zu Hagen pfieg.te, so wie das Wort Forst von einigen auf eine ähnli-che Art abgeleitet zn werden pfleget. Siehe Hain,welches noch in dieser Bedeutung üblich ist. ImBöhm. bedeutet gleichfalls einen Wald.
Hag-Apfel, in einigen Gegenden ein Nahme der wil.den Aepfel, weil sie in Hagen, oder Hecken, oder auchin den Wäldern zu wachsen pflegen; sieheHag2 und 5.Daher der Hagapfelbaum, der solche Aepfel trägt;imgl. der Ervbcerbaum, Arhutus; s. Th. II, S. 380.
An andern Orten führen die Hagebutten diesenNahmen.
Hag-Eiche, in einigen Gegenden ein Nahme der ge-meinen Eiche oder Steineiche, besonders so fern sie in.Hagen, d. i. Hecken wächset, und alsdenn nicht alle.mahl die Größe eines Baumes erreicht.
An andern Orten führt die Aesche dieftn Nahmen.
Hag-Eichel, an einigen Orten ein Nahme derGall»Aepfel.
Hage Buche, oder Hagebüche, die kleinere Buche,welche gemeiniglich in Gestalt eines Strauches wächset,und von Alters sehr häufig zu Hage» oder Hecken ge-braucht