128 Hage-Butte.
denn etwann in einem guten Grunde 4,5 bis 6 Fußhoch wird. Nach Unterschied der Stärke und des Al-ters der Wurzel, auch Beschaffenheit des B -eens. undder Witterung, macht der wilde Rosenstrauch sehr ho-he und starke Sommerschößlinge (Loden), dergleichendie Haupkstämme selbst häufig geben, daß davon ihreWipfel zurück gehen müssen. Diese Triebe find sehrschlank, auch mit krummen, unterwärts breiten, auf-und abwärts stehenden Stacheln besetzt. Die Blatt-Ansätze find am Rande auSgezahnt und mit drüsichtenHaaren eingefaßt, die Blätter selbst aber aus 7 oderzeyförmig zugespitzten, am Rande auSgezahnken, glat-ten, oberwartS hellgrünen, unterwärts mehr bläuli-chen, Blättchen zusammen gesetzt. Das zuletzt ge-stellte einzelne ist gemeiniglich größer. Die Blüthzeitfällt in den JuniuS. Die Blumen stehen einzeln, auchbüschelweise bey einander, sind von mittlerer Größe,einfach, oder bestehen nur aus 5 blaßrothen Blumen-Blättern, und haben einen angenehmen Geruch. DieEinschnitte des wollichten Kelches find schmäht undlang, wollicht, zurückgebogen,; zween ohne Ansätze,zween führen dergleichen an beyden Seiten, und derfünfte auf der einen Seite. Der Blumenstiel ist ge-meiniglich glatt, selten mit einigen Borsten, und nochseltener mit Stacheln besetzt. Die Frucht, §. Laccscynosbati , ist eine besondere Art von eyförmigen glat-ten scharlachrothen Beeren, die man deshalb Kelch-Beeren nennt, weil dee dicke zähe Kelch, nach seinerVerwandlung, ihre äußere Haut ausmacht. BeyderReife im September wird diese Frucht eßbar steischig,und angenehm weinsauerlich. Unter der Rinde dieserFrucht liegen längliche, eckige, weiße, harte Samenoder Kerne, welche dicht mit einem wollichten stehen-den Filze oder Borsten und harten Haaren umgebenfind, welche sich zwar leicht davon ablösen lassen, aberauch leicht an den Fingern hängen bleiben, in die Haut