140 Hage-Butte.
Wein, thut etwas Butter, die nicht sehr gesalzen ist,und zuletzt Zucker, und klein geschnittene Citronschalehinzu. Sollen aber große Rosinen darunter seyn, somuß man sie erst hinzu thun, wenn die Hagebuttenhalb gar sind, damit sie nicht ausplatzen und zu Muswerden. Beym Anrichten in der Assiette wird nochklein gestoßener Zimmet übergestreuek.
Es sieht wohl aus, wen-, die großen Hagebutten, diebeymTrocknen in zwo Halsn n zerschnitten werden, ihre völlige Ge-stalt haben, und nicht zu Mus gekochet werden. Man muß sienicht mit dem Zucker zu süß machen; ihr natürlicher Ge»schmück würde leiden. Wenn Rosinen damit gekochet werden,muß gar kein Zucker dazukomme«. Es ist genug, wenn kleingestoßener Zucker nebst dem Zimmet, in der Assiette obenhekgestreuet wird.
Die großen Hagebutten werden, statt der Brunel-len, warm oder kalt, neben dem Braten, vornehmlichzu dem gebratenen zahmen und wilden Geflügel aufge-setzet Man kann auch einen Brey daraus machen.Man kochet nähmlich die Hagebutten, mit halb Wasserund halb Wein weich, und treibt sie mit zugegossenemWasser durch ein Haarsieb, damit die Hülsen zurückbleiben, zerrührt dieses mit Eydotter, Citronensaft undWein, und läßt es in einem irdenen Tiegel, nebst zer-riebenem feinen Brod und Zucker, zu einem dünnenBrey werden. Hierzu kann man auch die eingemach-ten Gartenhagebutten aus den Conditoreyen ge-brauchen.
Die kleinen Feldhagebutten werden mehr zu Sup-pen gebrauchet. Nachdem man die Hagebutten zuerstin Wasser hak weich kochen lassen, wird das Wasser«bgegossen, und die Hagebutten werden in einem Haar«Siebe mit kaltem, weißen oder rochen, Weine durch-gestrichen. Dieser Hagebuttenwein wird gesotten, mitCicronschale, Zimmet, Nelken und Zucker gewürzek,vermittelst einiger angequerlter Eyerdotter aber seimichtgemachet, und aufgegeben. Nachdem der Wein in