Hchnen-Kamm. ^/i
hälknisse ohne alle Blätter, ganz vertrocknet, dahiw siezum Heu gar nicht taugt; auch im frischen Zustandefrißt selbige das Vieh nicht gern; und der Landmannbehauptet, daß den Kühen die Milch darnach vergehe.Auf den Aeckern ist sie noch mehr verhaßt. Wenn derSame mit dem Getreide sich vermischet, erhälc dasMehl eine dunklere Farbe, auch, wenn der Zusatz hau-fig ist, einen bitterlichen Geschmack; das daraus ge»backene Brod sieht blau aus. Durch den häufigenSamen verrnehrt sich diese Pflanze ungemein. Herrv> Münchhausen schreibt im Hausvarcr, 3 Th. S.182, daß ihm kein Unkraut verhaßter, als dieses sey,indein es alle Fettigkeit an sich zieht, und die Felderauszehret; daher man aufMittel gesonnen, solche aus-zurotten. Diese aber sind nicht leicht anzuwenden.Das Ausgäten auf Aeckern und Wiesen findet im Gro-ßen wohl nicht Statt. Und wer auch die danlit ange-steckten Aecker zur Sommersaat gebrausten wollte,würde doch seinen Endzweck nicht erreichen, indem auchunter Hafer, Gerste und Buchweitzen der Hahnenkammwächst. Die Wiese aber zwey Jahre hinter einanderzu der Zeit abzumähen, wenn der Hahnenkamm blä-het, und dadurch dessen Aussaat zu vereiteln, möchtebey manchem Landwirthe, der nicht nur grünes Fut-ter, sondern auch Heu brauchet, eine unmögliche Sa-che seyn. Da die Pflanze beym Austrocknen ganzschwarz wird, könnte solche vielleicht zur Färberey ge-brauchet werden.
4. Daö Rammgras, Cynosurus cristims Linn.wird wegen des auf der einen Seite der Aehre beson-ders gestalteten Blattchens gleichfalls Hahrrenkammgenannt. Siehe in R.
5. Eine Art des Amarantes, ^maranrus crista-w 8 , führt im Niedersächsischen diesen Nahmen. SieheTh. I, S. 6 o;.
6 . Eine Pflanze mit verwachsenen Staubbeuteln
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