Band 
Ein und zwanzigster Theil, von Haf bis Hanf.
Seite
394
JPEG-Download
 

394 Hamster.

laßt und davon geht, mit größter Begierde hinzu eilen,sich dessen zu bemächtigen. Außerdem ist es wahr-scheinlich, daß die Füchse ihnen großen Schaden zufü-gen, und bey Nacht sehr viele davon wegfangen.Vielleicht sind auch Raubvogel, besonders die größer»Arten von Eulen, im Stande, einen Hamster zu über-wältigen, und ihn hernach zu verzehren. Sein groß-ter Feind aber, und der den Menschen zu der Vertilg-ung dieser Thiere am meisten behülflich ist, ist der Jl-riß, der zwar öfters nicht so viel als der Hamster wiegt,aber ihn allemahl an Länge, Stärke und Gefchicklich-keit übertrifft, und ihn mit einem unversöhnlichen Haßbeständig verfolgt. Er steht mit diesem in eben demVerhältniß, welches zwischen der Wiesel und der Ra-tze Statt findet. Im Sommer, und einen guten Theildes Winkers, macht der Hamster fast die einzige Nahr-ung des JltißeS aus; dieser verfolgt und erwürgt ihnin seinem Bau, und wenn er einen solchen findet, derihm ansteht, so bleibt er darin wohnen. Aus diesemLoche geht er des Abends hervor, um auf dieser Jagdseine Mahlzeit zu erbeuten. Wenn er sich einiger der-selben bemächtigt hat, trägt er sie in sein Behältniß,da man oft 6, lo und mehrere davon bey ihm zusam-men findet. Und so wie diese ihren Wintervorrach ausGetreide sammeln, so sammelt sie wiederum der Jltißein, um damit seinen Hunger im Winker zu stillen.Denn nachdem im späten Herbste der Hamster seineWohnung bis oben verstopft hat, ist er vor den Nach-stellungen dieses Thieres gesichert, welches ihn nichtausgraben kann. So bald der erste Schnee fällt, undso lange er die Erde bedeckt, gehen die Hamstergräberaus, nur die Iltiße zu fangen, deren Fußstapfen, diesie iin Schnee zurück lasten, der Leitfaden sind, demman folgt, um ihre Wohnungen zu entdecken. Da-her inr Sommer, wo dieses Hülfsmittel fehlt, mankeine suchen kann; und die man alsdenn bekommt,