4
Hopfen. 121
Abstand von einander erhalten. Ueber dieselben legtman Querstöcke, und auf diese, an jeder Seite, derLänge nach, eine der aufgezogenen Hopfenstangen, diesich hierauf sehr bequem wenden lasten. Unten breitetman ein Tuch oder Laken aus, welches man mit seinenZipfeln an den 4 Pfählen befestiget. Auf diese Weisekann der Hopfen ohne Verlust eines einzigen Hauptesvon Kindern und zu schwerer Arbeit unvermögendenalten Leuten abgepflücket werden.
In England pflegt man den Hopfen sofort im Ho«pfengarten oder Berge in einen viereckigen Kasten,welcher 8 Fuß lang und 3 F. breit ist, zu pflücken.Man legt auf denselben 2 Stangen. Sechs bis 8 Per«fönen sitzen daran, und werfen den Hopfen in das imKasten an Haken hängende Tuch. Dieser Kasten wirdin dem Garten von einem Orte zum andern gebracht,bis man mit der Arbeit fertig ist.
Da diese Art, den Hopfen im offenen Garten zu pflücken,mit vielen Unbequemlichkeilen verknüpft ist, thut folgende Ein«rlchtunq eines Derschlages, welche wenig kostet, sehrgute Dien-ste. Der Verschlag besteht bloß in einem Dache; 2 Seiten-Wände und eine Wand in dle Länge sind bedeckt, die andere istganz hinunter offen, und die Materialien sind von der wohlfeil-sten Art. Die Lange hat 22, und die Breite 12 Fuß. DieserPlatz kann, wenn die Zeit des Pflücken« da ist, sehr bequemzwey Maschinen fassen; und zu jeder andern Zeit dient er dazu,daß man verschiedenes Gerätb hinein setzt, und im Winter dieStangen darunter aufbewahret.
Wenn der Hopfen gevstücket werden soll, setzt man zweyMaschinen unter diesen Verschlag, und die Leute haben ebenPlatz, Rücken gegen Rücken zwischen denselben zu sitzen. Die-se Maschinen sind 7I F. lang, und 35 breit. Sie bestehenbloß aus 4 Pfosten, welche ins Gevierte in die Erde geschiagensind, und oben eine Gabel haben, worin sie Stangen haltenkönnen. Ueber dieselben ist ein Haartuch fest gebunden. Indie Gabel werden die Stangen mit den Ranken gelegt; die da-bey sitzenden Personen pflücken den Hopsen an den Seiten hin-unter, und werfen ihn auf das Haartuch.
H 5 Aus