Band 
Fünf und zwanzigster Theil, von Hom bis Hug.
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Hopfen. 141

Man mag einen Hopfengarten anlegen, wartenund düngen, so gut man immer will, so ist er doch läng. /stens nicht über /6Jahr in völligem Flor zu erhaltenmöglich; von welcher Zeit an er nach und nach im«mer mehr abnimmt. Die Ursache davon ist unstreitigLiese, daß die Hopfenwurzeln, welche anfänglich bloßLurch die Kunst von ihrem natürlichen Wege und Gan«ge abgebracht wurden, nach und noch, (insonderheitdie stärksten, welche sich beständig innerhalb des Scuh«les halten, und daher bey dem Säubern im F ühiingenicht beschnitten und in Ordnung gebracht werden kön.nen,) ihren Weg mehr nach der Tiefe genommen, undsich in derselben von Zeit zu Zeit stärker eingenistelt ha«ben. Daß sie daselbst nur untaugliche und ungesundeNahrung antreffen, ist unläugbar, und durch wieder,höhlte Versuche bestätigt. In diesen fand sich, daßdie Hopfenwurzeln, welche aus der Tiefe oder derGrunderde gegraben wurden, oder ihre Nahrung ausderselben gezogen hakten, wie stark sie auch immer ge-wesen, doch keinen stärker« Kern, als von der Stärkeeines Fadens Zwirn, oder höchstens eines dünnenBindfadens, hatten, alles übrige aber die Rinde aus«machte. Wurzeln hingegen, welche aus gesunder undguter Erde in dem Oberkheile des Stuhles ihre Nähr«ung gezogen hatten, bestanden beynahe aus lauterKern, welcher nur mit einer dünnen Haut bekleidetwar. Nun ist ebenfalls ausgemacht, daß in dem Ma«ße, als die Nahrung abnimmt und schlechter wird,auch die Frucht und das Gewächs ein gleiches Schick«stl habe. Wenn also alle ben der Anlegung und Wart«ung nur zu erdenkende Vorsicht nicht im Stande ist,tiefes Uebel eine längere Zeit abzuhalten: so muß manzu Maßregeln schreiten, durch welche der Endzweck ambesten erhalten werden kann, und welche einzig undallein darin bestehen, daß man den Garten, Berg oderAcker zerstöret, die Wurzeln völlig au-reißt, das Land

pflüget.