Hopfen. 145
Würmer erzeugen kann. Diese Bemühung erforderenur 8 bis io Tage Wachsamkeit, so lange nähmlichdie Blüthe währet. Der Mehlthau falle zwar inchtalle Jahre in der Blüchzeit; man dürfe ober dieseVorsicht doch nicht unterlassen, insonderheit, wennder Hopfen bergan gepflanzt ist, indem der Mehlthauviel eher aufeinen Berg, als in ein Thal, fällt.
Hier haben wir demnach ein Mittel für die alte The-orie, nach welcher der Hsnigthau vom Himmel fallt,weshalb auch vielleicht die Büchenasche von dem Win-de angewehet werden muß. Der Vetf. des erstenAufsatzes hat zwar seine Theorie vom Honig- undMehl'haue nicht verrathen; wofern es aber seine Richt-igkeit hat, baß der Schweinmist die Hopfengärten ambesten dünget, so kann er leicht vor der Asche den Vor.Zug verdienen, weil er den Nahrungssaft der Fruchtgesund erhalt, Und wohl bey dem Hopfen nichts wahr-scheinlicher ist, als daß der auf ihm befindliche Mehl-Thau von einer Verdorbenheit seiner eigenen Nähr,ungssäfte herrühre. Wir wollen wenigstens hören,wie sich der erste Vers. gegen den lktztern selbst verthei-digt hak. Um seinem Gegner begreiflich zu machen,wie «wann der Schweinmist den Mchlrhau verhindernkönne, behauptet er, am ang. Orte, S. 380, fgg. daßdie Hopfenranken durch diesen Dünger dauerhafterwürden, daß ihnen also der darauf gefallene MehlthauNicht so viel schaden könne. Er bestätigt seine vorher-gehende Beobachtung, und versichert, nachdem er sei-ne Hopfengärten im folgenden Jahre Mit lauterSchweiiunist gevünget habe, daß ihm alles wohl ge-rathen, und vor allem Mehlthaue bewahrt gebliebensey, ungeachtet einige Eichen, welche allernächst dabeygestanden, während der Blükhzeit des Hopfens Merkli-chen Schaben von dem Mehlthaue gelitten hätten«Gegen die Afchcncur wendet'er ein, Nachdem er wah.tenö der Hopfenblüthe einige Ranken damit bestreuenHek.Ent.XXVTh. K lassen.