154 Hopfen.
Hopfen. Im zweyten Jahre gebrauchte man gewöhnlicheStangen, die man dichter setzte; und da kamen % Ließpf.,und im dritten Jahre 4, an eben der Stelle, und auf ebendem Raume, den die vorigen Hopfengarten eingenommenhatten, die in guten Jahren nicht mehr als höchstens 1Ließpf. Hopfen gaben, welcher dabey so schwach war, daß4 Mark kaiün zu 1 Tonne Malz zureichten, da hingegen dernach dieser neuen Art gepflanzte Hopfen sich so gut fand,daß man zur Tonne nicht mehr als i Mark brauchte.
Auf Ansuchen, legte ich auch dergleichen im verwiche-nen Jahre, um die Mitte des May, in Säbrä, bey demHrn. Superint.O. K ö r n i n g, mit gutem Fortgange an, wel-cher ebenfalls im ersten Sommer sich ansehnlich vermehrte.
Wenn man nun die Kosten bey dieser neuen Art zupflanzen, mit den gewöhnlichen Hübelhopfengärten ver-gleicht, so kann ich nichts anders sehen, als daß die Arbeitbey den Hübcln beschwerlicher ist, weil man bey dieser neu-en Art nichts weiter nöthig hat, als die Gange zwischenden Beeten vom Unkraut« rein zu halten, daß sie davonnicht allzu voll werden; und wenn sich Unkraut zwischenden Steinen aufhalten sollte, hebt man, wo sich dasselbezeigt, einen Stein auf, reisset es auö, und legt den Steinwieder an seine vorige Stelle. In jedem 4 oder 5ten Jahremuß man düngen, und die verfaulten Wurzeln und über-flüssigen Sprößlinge abschneiden, welches auf die Art be-quem zu bewerkstelligen ist, daß man die Steine auf denBeeten stückweise aufhebet, den geöffneten Platz reiniget,die Erde über den Eteinreihen heranö thut, und die Ho-pfenranken, welche sich allezeit um ihre Steine winden,und wohl zu sehen sind, gehöriger Maßen wartet. Manschüttet über jeden Stein in der Reihe eine Schaufel wohl-gedüngter Erde, von Haufen, welche man in die Gängegeführt hat, schaffet nachgehends die Erde wieder her, undbringt die obern Steine wieder in ihre vorige Lage. Wennsie so angelegt und gewartet werden, kann ich nicht andersfinden, als daß sie die Hübelhopfengärten an Fruchtbarkeitübertreffen, und sicherern und gleichern Hopfenwuchs infeuchten und trocknen Sommern hervorbringen.
Die Ursache erwähnter Fruchtbarkeit wird wohl daraufankommen, daß der Graustein die stündlichen Aenderungen,die in der Luft vorfallen, nicht sogleich annimmt, auchdie Eigenschaft hat, daß die Feuchtigkeit ihm anhängt, und