Hopfen. 15$
von ihm gleichsam angezogen wird, und daß er überdies dasdarunter liegende Erdreich beschattet. Daher finden dieHopfenwurzeln an ihrern Steine, den sie nicht verlassen,sondern sich um ihn winden, überflüssige Nahrung. Dieobere Bedeckung mit Steine ersticket das Unkraut, und ver-wahret zugleich die Erde, daß sie nicht vertrocknet; wie siedenn mit ihrer wärmenden und treibenden «rast nieder-wärts in die Eide auf die darunter liegenden Wurzeln wir-ket; und wenn man auch die Beete oben unbedeckt liesse, sowürden doch die darunter liegenden Steine, aufweiche dieHopfenwurzeln gelegt sind, solche wohl bewahren, und zueiner gleichern und sicherern Fruchtbarkeit treiben.
Der erwähnte Versuch bringt uns auch den Vortheil,baß Hübelhopfengärten von denjenigen, denen sie bessergefallen, durch Legung der Steine in der Hubel Grund an-sehnlich können verbessert werden. Dieses geschieht auf dieArt, wie der Hübe! C zeigt. Man macht nähmlich rundeGruben von 1 § Elle im Durchmesser, und;E. rief, die manzur Hälfte mit guter Gartenerde und etwas Dünger darü-ber füllet, darein längliche Grausteine legt, 5 Stuck in ei-ne Rundung, worein man die Hopfenwurzeln mit ein we-nig fetter Erde dazwischen fetzt, und mit Erde wohl über-schüttet; nachher verfährt man niit den Hübeln auf die ge-wöhnliche Art. Vermuthlich werden die Wurzeln aiSbennvon den Steinen vor dem Vertrocknen verwahret, und zugrößerer Fruchtbarkeit getrieben werden, als wenn sie ohneSchutz der Steine in freyer Erde lagen. Wenn man dieWurzeln pflegen und düngen will« kann solches bequemergeschehen, als bey der gewöhnlichen Art, weil sie sich umdie Steine winden, und wohl zu sehen sind, wenn man dieErde weggenommen hat. Wollte man auch die Hübel nie-driger und flacher machen, und mit Steinen belegen, sowäre es noch besser. Diese beyde letzte Arten habe ich zwarnicht versucht, doch lasset sich von einer auf die andereschließen. Die erste Art mit Beeten, welche mit Steinenoben und unten beleget werden, wird doch wohl die besteseyn.
Ich habe, wie bereits erwähnt habe, allezeit beym Ein-setzen der Hopfenwurzeln die Enden zu Tage zwischen denSteinen heraus gehen lassen, weil ich bemerkt habe, daß dieneuen Sprößlinge am ersten daftlbst heraus kommen, wennnur die Wurzel nicht zu sehr aufgefetzt wird. Aber doch
könn-