Hopfen. 157
Der YPurmcr und Maden, welche die wurzelnbenagen, wodurch sie zurück bleiben, oder doch imWachsthums gar sehr gehindert werden, ist bereitsoben,S. 147, fgg. Erwähnung geschehen. Auch selbstdie Raupen und Heuschrecken schonen den Hopfennicht, wenn sie keine bessere Nahrung finden. DerErdfloh frißt nicht selten die Blätter und Schöß-linge ab.
Ehe ich zur Anzeige des mannigfaltigen Nutzensund Gebrauches des Hopfens schreite, will ich, mei-nem Versprechen gemäß, auch kürzlich den Hopfen-Bau im Rleinen beschreiben, und eine Anweisungfür diejenigen, die einen kleinen Theil des Gartens zueigener häuslicher Consumtion mit Hopfen besehen wol-len, ertheilen.
In der Gegend bey Dannenberg, im Fürstenthu-me Lüneburg, welche die Marsch genannt wird, sindeinige binnen den Teichen gelegene Dörfer, deren Be-wohner alle ihre Gärten seit vielen Jahren zu Hopfen-Gärten gemacht haben, zwischen dem Hopfen ihreGartenfrüchte ziehen, und mit dem gezogenen Hopfeneinen importanten Handel treiben. Die Art und Wei-se, wie die Einwohner dieser Gegend den Hopfen bau-en, ist, nach der Beschreibung des Hrn. Superint.LÜver, in seiner Rüchengartenbriefe 2 Th. Hannov.1776, 8. S. 27z, fgg. folgende. Sie bauen desselbenzwey Sorten, so genannten Austhopfen, d. i. August.Hopfen, dessen Köpfe schon von der Zeit der Rocken-Aernde an. abgepflücket werden können, und weiß aus-sehen, und Herbsthopfen, welchen sie erst gegen Mi-chaelis pflücken können, und welcher braun aussieht.Beyde Sorten halten sie für gleich gut, und bauen sieauch durch einander her. Sie bauen dieselben aus derUrsache beyde, weil sie, wenn sie nur eine Sorte hät-ten, der Arbeit mit dem Abpflücken nicht vorkommen
könn-