Hopfen. 159
reich um die Hopfenstöcke mied sorgfältig vonr Unkrautrein gehalten. Nicht alle in dem Bündel eingelegteKeime schlagen an, und sie wachsen auch nicht allegleich gut. Wenn also alles im vollen Wüchse ist, ge«hen sie die neuen Stöcke durch, und schneiden so vieleder eingelegten Keime ganz weg, daß nur die vier be-sten derselben bleiben. Diese bringen nun im erstenJahre nicht allemahl Hopfen, sondern nur in sehrfruchtbaren Jahren. Im folgenden Frühjahre ist imApril, so bald das Erdreich trocken ist, ihre erste Be-schäftigung mit dem Hopfen diese, daß sie mit einerHacke die Erde um die Hopfenstöcke auflockern, die imJahre zuvor angehäufte Erde ganz zur Seite scharren,alle etwanige Queckenwurzeln sorgfältig heraus reisten,die Enden der vorigjährigen Ranken heraus schneiden,alle neue Keime bis auf vier der besten ausbrechen, umden Stock herum etwas Mist legen, und diesen mitErde bedecken, woraus denn übermahl ein kleiner Erd-Hügel entsteht. Die abgebrochenen überflüssigen Kei-me, deren sie zu neuen Anlagen, oder zur Erfthunzabgängiger Stöcke nicht bedürfen, gebrauchen sietheils zur Speise, theils schicken sie dieselben zumVerkaufe nach der Stadt. Wenn nachher die vierKeime eine Hand hoch getrieben haben, sehen sie eineStange dabey, und zwar außerordentlich dicke undhohe, und so viel möglich gerade Stange von Ellern-Holze. Sie setzen diese sorgfältig so tief, daß der Windsie nicht umwerfen kann, und zwar etwa 4 F. ent-fernt von den vier Keimen, welche den Stock ausma-chen. Sie binden dieselben nicht allein an sie an, son-dern so oft nachher ein starker Wind gewesen ist, gehensie den ganzen Garten durch, um die etwa zur Seitegefallenen Ranken aufs neue anzubinden, und sie ander Stange hinauf zu leiten. So bald der Hopfen hö-her geworden ist, als man ihn abreichen kann, fangensie an, ihm von unten an die Nebensprossen abzuschnei-