Hopfen. 161
Nach im Winter, wie Kohlstrünke gehackek, dem Biehunter das Futter gegeben^ In den folgenden Tagenwird der Hopfen so lange alle Tage durchgegangen, unddie reifen Stöcke abgeschnitten, bis aller Hopfen ein-gesammelt ist. 9 fuf dem Boden gießen sie denselbenanfangs nicht höher,_ als höchstens l F. hoch, undwenden ihn vorerst täglich um, damit er sich nichtbrenne. Wenn er nach und nach innrer mehr trockenwird, wird er immer dicker aufeinander gelegt, undzuleht, wenn er völlig trocken ist, in Haufen zusammengefeget, und, wenn man Geld nöthig hat, entweder^gleich verkauft, oder, auf Hoffnung theurer Preise,einige Jahre liegen gelassen, da er denn aber auch nachund nach kleiner wird. Die Stangen, von denen derHopfen abgestreift ist, werden auf einen Haufen gelegt,und bleiben also liegen, bis sie im folgenden Frühlingewieder gebraucht werden. Die i f §. langen Endender Ranken aber bleiben bis in den folgenden Frühlingso sitzen, und werden alsvenn erst abgeputzet. Dieje-nigen Stöcke, welche gut tragen, bleiben lange Jahrenach einander stehen. Wen» sie aber vom Wasser ver-dorben werden, oder einige Jahre nach einander vomMehlthau Schaden leiden, und nicht gut mehr tragen,werden sie im folgenden Frühlinge aufgegraben, mir ei-ner Axt heraus gehauen, und an dieselbe Stelle auf diezuvor angezeigte Art mit neuen Keimen gut tragenderStöcke, deren Nebenzweiae zuvor sorgfältig abgepu-tzet werden, beseht. Die alten Stöcke breiten sich oftsehr weit aus. In dieftm Falle machen sie aus einemStocke oft z bis 4 Stöcke, deren jeder etwa l Elleweil von dem andern entfernt ist. Sie sitzen alsdennjedes Mahl bey 4 gute Keimen eine Stange, und bin-den jede 4 Keime an ihre besondere, von der andern2 F. weit entfernte Scanqe. Die großen Zwischen«Raume zwischen den 8, lo bis raF. von einander ent-fernten Stöcken bcpflanzen sie mit Garrenftüchken.
Oek. Enc. XXV Th. L Und