Hopfen. 165
Oefen, nachdem das Brod heraus genommen worden,oder in Obstdarren, oder an andern warmen Orten,ohne Mühe und großen Aufwand bis zur erforderlichenStarke bringen, mit solcher nach dem Gewichte undnach Belieben das Bier süßer oder bitterer machen,welches bey dem gewöhnlichen Gebrauche des Hopfensöfters verschieden ausfällt. Nicht zu gedenken, daß dasKochen des Hopfens in besondern Kesseln, oder mit demBiere selbst,allemahl vielenSchwierigkeiten unterworfenist, und daß die Kraft, wenn man den Hopfen in Mengeauf einmahl und besonders kochet, weit vollkommener ex«trahiret wird, als wenn derselbe in dem Biere nur flücht,ig ausgekochet werden muß. Es ist unstreitig, daßdiese Masse sich langer, als der Hopfen in Häuptern,bey Kräften erhält, da letzterer alle Jahre etwas anKräften verliert, auch oft nach Verlauf einiger Jahreganz unbrauchbar wird, ob gleich alle nur möglicheMühe auf dessen gute Verwahrung verwendet wor-den ist. 13 dresdn. Pfund, als das gewöhnliche Maßzu 10 dresdn. Scheffel Malz, geben, nad) wiederhohl«ten Versuchen, 2 « 23 L. Extract; und diese beweisenbey dem Gebrauche mehr Kraft, als jene. Ueberdiessoll die Erfahrung gelehrt haben, daß bey dem Brau«en des Bieres, wenn Hopfen-Extract dazu genommenwird, noch 3 Stunden Zeit gewonnen werde, die manbey rohem Hopfen, um ihn gehörig zu kochen, länger an«wenden muß, und daß man daher auch viel Holz erspare.
Erinnerungen bey dem Rochen des Hopfens,i. Es wird eine beliebige Quantität Hopfen in einenmit kaltem Wasser angefüllten, größer» oder kleinern,kupfernen Kessel gethan, in welchem der Hopfen etlicheStunden weichen muß. 2. Dieser wird so lange ge«kocht, bis das Wasser sehr braun ist, und der gekochteHopfen alle Farbe und Geschmack verloren hat; als»denn wird er mit und in einem Tuche stark ausgedrücktund ausgerunzen. Man findet oft harken Hopfen,
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