Band 
Fünf und zwanzigster Theil, von Hom bis Hug.
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Hopfen. 171

ken an der Lust getrocknet, auf der Tenne etwas gedro-schen, wieder im Backofen getrocknet, endlich gebro.cken, und übrigens wie Lein oder Hanf hankhieret.Wenn die Ranken recht geröstet und behandelt wer-den, geben sie feinern Bast, als der Hanf. Nur sienehmen, so viel man bisher bemerkt hat, keine rechteWeiße an. Die daraus gewebten Sachen sind vielstarker, als die von Lein-oder Hanf-Faden; die Ran-ken selbst sind auch an sich viel zäher. Die Erfahrunglehrt, daß das Bleichen allezeit die Waare frißt; da-her machen sich die schwedischen Landleute aus derWeiße dieses Rankengarnes nicht viel. Sie färbenvielmehr Das daraus Gewebte, und brauchen es als-denn an stakt Sackleinwand, auch zu Stricken, und zuallerley Ueberröcken und Kitteln.

Hr. Schißler nahm eine solche Partie Hopfenran-ken, als man,Lein nimmt, um i Pfund rein geschwun-genen Flachs zu bekommen. Er legte sie den Winterüber auf das Dach eines Viehsialleö,'nahm sie imMärz herab, und trocknete sie in einer Badstube. Alssie trocken genug waren, wurden die langen Ranken inkleinere, etwann 2 Ellen lang, zerschnitten, und als-denn gebrochen. Gedachte Quantität Hopfenrankengab 1 Pfund sehr feinen und weißen Bast. Dieserwurde, weil weiter keine Spreu darin war, gleich ge-hechelt, gesponnen, gewebet, und gab, nebst dem zumEinschlage genommenen wenigen Wcrge, 6 Ellen schö-ne Leinwand. Bey seinen Versuchen bemerkte Hr.Schißler doch folgende Umstände. I. Wenn man die-se Ranken in Wasser röstet, muß man sie wohl 4 Wo-nach lang darin liegen lassen. Und da das Eis wah-rend dieser Zeit öfters Hinderung verursachet, so hälter das Rösten auf Dächern für besser; denn der war-me Dunst von diesen bringt den Schnee darauf zumSchmelzen, und solcher Gestalt haben die Ranken be-ständig Nässe. Bey unö wäre das Rösten in Wasser,

welches