Band 
Fünf und zwanzigster Theil, von Hom bis Hug.
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häufiger vor. Bey den Provenzalen heißt ein auf solche Artbeschimpfter Ehemann schon im r-keu Jahrh, ein Cornard;Daß mit dieser Vorstellungsart aus dasjenige Glied gejielet wer-de, welches Archil ochus ---e-- «’*«>*«» nannte, ist wohl nichtglaublich. Das Tragen der Hörner scheint vielmehr eine sehralte beschimpfende Strafe gewesen zu seyn, welche nachmahlszu allerley Poffrnspielen gemißbraucht worden ist. Siehe Lor«nut, Th. vili, ©-392, und des du Fresne Glossar, v.das Cornai’donjm. In einem Reichsabschicde von 1427 wirdverbothen, keine Frauen mit r»r Armee zu bringen; in demvon 14; e wird solches aufdie gemeinen Frauen eingeschränket,und zugleich verordnet, daß die Uebenreter gehörn«: werdensollen.

2 ) Figürlich.

(a) Ein mit einem Hörne versehenes Thier, dochnur in den Zusammensetzungen Einhorn und Na«fehorn.

Die letzte Sylbe in dem Worte Eichhorn gehört nicht hier-her; s. Th. X, S. 307.

(b) Ein hohles Horn eines Thieres, besonder-em Küh-oder Ochsenhorn, so fern es an statt eine-Gefäße- oder Werkzeuges gebraucht wird; ein Ge-brauch, welcher in den ehemahligen Zeiten der Einfaltund Genügsamkeit sehr häufig war. Fülle dein Hornmir Oehl, und gehe hin, nähmlich den David zumKönige zu salben, i Som. :6, i. Ein Trinkgeschirrhieß ehedem ein Trinkhorn, weil man sich dazu inden ältesten Zeiten eines Hornes bediente, (wovon her-nach sprechen werde.) um welcher Ursache willen einTintenfaß noch in Niedersachsen ein Blackhorn ge-nannt wird. Das Horn des Ueberflusses, sie h? Füll-horn. In Dampfhorn, Finkenhorn (»n g. L.ein Wassergeschirr an den Finkendauern, und in wei-terer Bedeutung an allen Vogelbauern,), pulver-Horn u. s. f. findet eben diese Bedeutung Statt.

Sehr häufig bediente man sich der hohlen Ochsen-Hörner ehedem auch anstatt eines blasenden Instru-mentes, wie von den Hirten und Nachtwächtern an ei-

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