Horn. 249
da« Horn bey der Spihe, und schüttelt e«, oder klopftmit etwa» Hartem dagegen, damit der darin enthalteneS'ock heraus falle. Wenn dieses geschehen ist, sägetman die Hörner der Lange nach auf der platten Seitevon einander (*). Damit man dieselben leichter inzw y gleiche Theile zerschneiden könne, lässet man sie,ob man dieselben gleich hat weichen lassen, nachdemman sie leer gemacht hak, noch ungefähr \ Stunde inWaffe kochen damit sie noch weicher werden. Au-ßer diesem muß man sie, wie das erste Mahl, wiedervon neuem kochen, um die dicksten in 3, die dünnernaber in 2 Blätter zerspalten zu können. Die vonjungen Thieren, welche nur 1 oder 2 Linien dicksind, werden nicht gespalten. Zum Spalten bedientman sich eines kleinen MeisselS und eines HammerS.Mit dem Meiffel fängt m n den Spalt zu machen an,und m t den Hansen trennt man hernach das Blattvollends ab.. Das erste Blatt wird weggenommen,indem man am breitesten Stücke anfangt, nicht aberam äußersten Ende, sondern man treibt den Meissel ineine der Runzeln, welche die äußere Haut des Horne-macht, ungefähr 2 bis z Z. vom äußersten Rande,hinein. Damit der Meissel leichter hinein gehe, stelletman das Horn auf die Ecke einerBank, und drückt denMeissel h,nern. Das dritte Blatt lässet sich von untenabheben, indem man das Horn ungefähr 1 Zoll vonder-SpiHe mit dem Meissel löset. Man muß dieseHornblätter immer wieder in das Wasser werfen, bis siein der Presse platt gemacht worden sind. Ehe man siein die Presse bringt, muß man sie noch zwey Mahl ko-chen lassen. Wenn sie gespaltet worden sind, lässet man siekochen, damit man sie beynahe überall von gleicher
Q ; Dicke
(•) I» Deutschland pflegt man erstlich die Spiken, so weit als sienicht hohl sind, wegzuschneiden; alsden» schlitzt mau den hol),len Hornkegel mit einer Säge aus, und breitet chn von ein-ander : so erhält man Stücke, die noch einmahl so groß sind.