242 Jaöpiß.
schon anfängt köruicht zu werden, behaupten wolle,daß er aus einer märgelhaftcn Erde ftinen Ursprunghaben müsse. Man konnte dieses einräumen, wennman dabey einenkhonigen Marge! annimmt. Liun- (^)entscheidet hier gar nichts; wenn er aber gleichwohl
fügt: Hie anjillam mar^am induratnm petfecle reterr,
so kanll man leicht merken, zu welcher Seite er sichlenkt.
Die Entstehung der so verstbiede»ren Farbe»der Jaspisse, und ihrer mannigfaltigen Veränder-ungen, ist nicht schwer zu erklären. Man nehme nuran, daß der Thon, woraus der Iaspiß entstand, oderdas Wasser, mir welchen dieser Thon sich vereinigte,oder beydes, gefärbt waren, so wird man den Umstandbegreifen können. Alle Farben der Steine entstehenaus mineralischen oder martialischen Dünsten. Wardie Masse, woraus der Jaöpiß entstand, von einer-ley Farbe gesättigt, so entstand daraus einfarbigerJaöpiß, welcher, nach Beschaffenheit der ursprüngli-chen Farbe, weiß, grün, rorh, braun rc. seyn kann.Bey den mehrfarbigen Jaspissen muß man sich dieSache also vorstellen. Der weiche Thon war bereitsgefärbt, und der machte bey dem Iaspiß, welcherdaraus entstand, die Grundfarbe aus; auf diesenThon siel ein gefärbtes Wasser entweder tropfenweise,oder nicht. Im ersten Falle entstand der gesteckteIaspiß; im andern Falle wurde dieses Wasser mitdem Thone in unordentlichen Lagen hin und her ge-mischet, oder es konnte sich mit dem Thone in ordent-lichen Strichen und Gangen vereinigen» Im erstenFalle entstanden allerley bnnre Figuren, die sich durchdas Anschleifet, am ersten offenbaren; im andern Falleaber entweder runde Zirkel, oder gerade Streifen,tind auf diese Art ist der eigentlich so genannte Bän-der-
(;;) Sylt. naturte, S. 7>.