Band 
Neun und zwanzigster Theil, von Jan bis Inf.
Seite
272
JPEG-Download
 

272 Java.

unter seine Bothmäßigkeit gebracht hat, indem dieftCompagnie ihm diese Prinzen zu unterwerfen für gutbefunden hat. Gewisser Maßen aber sind diese Köni-ge Vasallen von der holl. ostindischen Compagnie, in-dem sie ihre Macht und ihr Ansehen nicht länger be-haupten können, als die Conipagnie will, welchesie unterstützt, daher sie denn die Freundschaftdieser Compagnie beyzubehalten suchen müssen, undsich auch wirklich nach deren Sinne richten. Damitdie holl. Compagnie sich dieser Könige und Fürstendesto mehr versichern möge, hält sie denselben eigeneGarden, sie lässet aber denselben Gewalt über die Un-terthanen und Einkünfte.

Was die Beschaffenheit des Landes betrifft, soist diese Insel eine der schönsten und fruchtbarsten aufder Welt. Alles kommt daselbst leicht fort, und ver-mehrt sich ungemein. Die Tage und Nächte sind be-ständig von gleicher Länge; die Wärme ist daselbst ge-mäßigt, und immer gleich. VonBächeir undScröhsmen ist das Land nicht allein überflüssig, sondern auchso gleichförmig und bequem durchschnitten, daß »ansie nicht besser vertheilt sehen kann, wodurch nicht nurder Ueberffuß und die Fruchtbarkeit des Landes, son-deru auch die Bequemlichkeit der Einwohner und derSchifffahrt gar sehr befördert wird, indem die meistenderselben schiffbar sind. Diese Insel hat eine über-aus große Menge von Einwohnern, so, daß es inallen Straßen auf dem Lande und in den Städten be-ständig davon wimmelt, worüber man sich um so wen-iger verwundern wird, wenn man die ausnehmendeFruchtbarkeit dieser Insel erwäget, welche sehr vieleLeute m>6 andern Ländern, insonderheit die Chineser,dahin zieht, als welche sehr geneigt sind, sich daselbstniederzulassen, wie sich denn auch jährlich viele dahinbegeben. Eben diese Chineser sind es auch, welchesowohl durch ihren Fleiß im Feld - und Gartenbau die

Frucht-