Java. 27z
Fruchtbarkeit der Insel, als auch durch ihre Handlering den Abgang des UeberflnsscS, den dieselbe hervorbringt, ungemeiu vermehren, indem sie zu beydenbesser aufgelegt sind, als die Javaner, welche mehrbetrügerisch, als arbeitsam, sind.
Die ^aturproducte, welche dieses Land hervorbringt, besiehe» hauptsächlich in Reist, welcher vor,nehmlich den Reichthum dieser Insel arismacht. Erwächst daselbst in unbeschreiblicher Menge und vonvorzüglicher Güte. Einiger Maßen kann man die inJava wachsende Menge dieser Feldsrncht daraus ab,nehmen, daß die holl^osiindische Compagnie, von Javaaus, alle ihre Schisse, die moluckrschen Inseln, unddas Vorgebirge der guten Hoffnung, mit Reiß vcr,sieht, und nach jedem von diesen Orten jährlich ein da,mit völlig beladencs Schiff absendet. Hieruachstbringt diese Insel Gerste iu Menge, wie auch verschie,dene vortreffliche Gewürz e Spezerey - Droguereysund Arzeney-Waaren, insonderheit Pfeffer, Jnaber,Cardamomen, Zuckerrohr, (welches, wenn es reif ist,eine doppelte Mannslänge hat,) Cocosnüsse, Oehl,Indiz (den die Ehineser daselbst bauen), Opium, Arek,Vogelnester, Manguas, Citronen, Vanaues, Gold«Aepfel, und kurz, alle diejenige Gattungen von Früch,ten, die in andern indianischen Landern wachsen, her-vor. Es gibt sehr viel Wälder in Java, vornehmlichauf den Gebirgen, welche damit sehr dick besetzt sind,wovon das viele Baubolz ein Beweis ist, welchesman von daher zum Schiffbau hohler, nebst anderinHolze, wie man denn unter andern Bäumen auch Le-dern daselbst findet. Die gemeinsten aber sind dieLocosbäume und der Bambou. Weinberge sindnicht in Java, wohl aber um Batavia, als welche dieHolländer angelegt, und zu einer solchen Fruchtbarkeitgebracht haben, daß sie in zwey Jahre» drey MahlFrucht tragen; denn so bald die Traube abgebrochenOek. Ent. XXIX S ist,