Band 
Neun und zwanzigster Theil, von Jan bis Inf.
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wöhnlichen Fürbitten zu thun, weil sie, von der könig-lichen Jurisdiktion eximirt und befreyet zu seyn, be-haupteten, und Heinrich damahls noch unter dem Kir-chenbann« lag. Dazu kam nun Noch die Beschuldig-ung, daß der Rector des Jesuiter-Collegii, ^Lärada,dem Peter Barriere, einem gemeinen Kerl, welcherzuerst Schiffer und nachher Soldat gewesen war, wonicht die Anschläge gegeben, ihn wenigstens doch indem Vorhaben, den König zu ermorden, unter Ver-sprechung der ewigen Seligkeit bestärkt habe»

Mezeray erzählt in seiner Hishm-e d’Hemi IV., dieserBarriere sey zuerst an den Pfarrer von Sr, Andre, deSAres, einen der größten Liguisten gerathen, der ihn züdiesem Morde aufgemuntert, und ihn weiter an den Rectordcs Cvllegii, Varada, geschickt, welcher ihn denn scharfvorgenommen Und dazu adgerichket habe, Der Kerl sagtebey der gerichtlichen Untersuchung auS, Varada habe ihnzuvor bey einem Religiösen der Gesellschaft, der aber vonder ganzen Sache nichts gewußt, beichten lassen, Und ihndarauf mit der heil Comnmnion versehen, um ihn zu einemso wichtigen und gcfahrlichen Unternehmen gehörig zu star-ken und auszurüsten; wobey er ihn versichert habe, daß,wenn er so glücklich seyn würde, in diesem heiligen Unter-nehmen sein Leben einzubüßen, alsdann seine Seele von denEngeln augenblicklich in die ewige Freude und Seligkeit desHimmels würde getragen werden; hingegen hätte man ihmauch auf der andern Seite Mit den höllischen Flammen ge,drohet, wenn er, daftrn er ergriffen würde, auf der Tor-tur irgend einen von denen, die ihm zu diesem Meuchel-Morde gerathen hätten, nennen oder angeben würde.

Nun nahm der Proceß gegen die Jesuiten inFrankreich anfs neue seinen Anfang» Lesenswürdigist in dieser Sache die öffentliche gerichtliche Anklagedes Advocaten Ant. Arnauv (Plaidoyer d’Antoine Ar-onaud), worin er von den Thaten und Grundsätzen derGesellschaft Jesu ein Gemählde entwirft, welchesFurcht und Entsetzen erreget. Ein änderet Advocat,Nahmens Dole, welcher die Sache der Pfarrherren

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