Band 
Neun und zwanzigster Theil, von Jan bis Inf.
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376 Jesuit.

de eines Erzbischofes; einen Freund der Jesuiten, wel-cher ihr Interesse sich bestens angelegen seyn ließ.Endlich wurde am 17 Oct. 1782 in einer General-Congregation der Jesuiten, zu Polotzk in Weiß-Ruß-land, ein neuer General - Vicar des Ordens in derPerson des Pater Ezemievic, erwählet. Dieses allesgeschah zu Folge einer kaiserlichen Erlaubniß, und ei-nes in lateinischer Sprache abgefaßten, von der Kai-serinn am i; Jun. 1782 eigenhändig unterschriebenenund von dem Reichs-Senate am 4 Jul. dess. Jahreöausgefertigten Decretes. Es war natürlich, daß dieseBegebenheit, durch welche der Jesuiter-Orden, nachden klaren Worten der kaiserl. Concession, völlig sowie das Institut bestanden, unverletzt und ohne diegeringste Einschränkung erhalten werden und bestehensoll, unter solchen Umständen, der Politik des päpstli-chen Hofes nicht angenehm seyn konnte, daher der röm-ische Hof ausdrücklich seine Mißbilligung darüber zuerkennen gab. Indessen begab sich der neu erwählteGeneral - Vicar des Jesuiter - Ordens, sogleich nachseiner Wahl, nach St. Petersburg, um die Prote-ction der Kaiserinn persönlich zu hohlen. Er hatte beyder Kaiserinn eine sehr gnädige Audienz, welche sichmit ihm über eine halbe Stunde unterhielt, und ihnihres Schuhes versicherte. Sie gestattete ihm mit 4Pferden zu fahren; ein Vorrecht, welches in St. Pe-tersburg nur Personen von hohem Stande zusteht.Sie ließ ihm 2000 Rubel Reisekosten auszahlen. Erhatte 4 Mitglieder seines Ordens mitgebracht, von de-nen 2 zu St. Petersburg, und 2 zu Moscau, zumkirchlichen Dienste bey den dasigen Katholiken bleiben,und die Rechte und Qualitäten von Miffionarien er-halten sollten. Ausserdem wurden noch einige Mit-glieder der Gesellschaft zu Missionarien in die entfern-tern Gegenden des russischen Reiches bestimmt. Un-ter diesen Umständen ließ nun die Kaiserinn an den

Papst