Band 
Neun und zwanzigster Theil, von Jan bis Inf.
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Jesus.

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Kreuh auf der Brust angemacht war. Sie standenunter einem Großmeister, welcher aus drey Rittern,die der Papst als die würdigsten vorschlug, erwähletwurde, und sich durch ein etwas größeres Kreuß vonden übrigen jRiltern unterschied. Jeder, der in die-sen Orden aufgenommen werden wollte, mußte einPferd und einen Reiter gegen die Feinde des Kirchen-Staates in Bereitschaft halten.

Zu den weiblichen Orden, welche von Jesu denNahmen führen, gehören:

i. Die Töchter des Jesuskindes ;u Rdm, Fr»Filles de la congregation de l’enfant Jesus. Ein ctt*mes Mädchen aus Lucca, Nahmens Anna Moroni/welche ihre Aeltern frühzeitig verloren hatte, und, dasie ohne Vermögen war, sich in die Nothwendigkeitgesetzt sahe, bey Herrschaften Dienste zu suchen, kamnach Rom, und diente dort in verschiedenen Häusernbis in ihr vierzigstes'Jahr. Sie hatte sich währenddieser Zeit ein kleines Capital ersparet, und bekam im1 .1661 den Einfall, eine kleine Gesellschaft von ledi-gen Frauenspersonen zu errichten, die sich gemeinschaft-lich von ihrer Hände Arbeit ernähren, und auch anderejunge Mädchen unentgeldlich in allerley weiblicher Ar-beit unterrichten sollten. Dazu wollte nun aber ihrVermögen, nebst demjenigen, was sie allenfalls ver-dienen konnten, nicht zureichen. Sie mußten sich alsovon denen, welche sie in die Kost nahmen, eine Bey-Steuer zu ihrem Unterhalte bezahlen lassen, und soentstand daraus fürs erste eine Art von Kostschule.Die gute Ordnung, welche darin beobachtet wurde,und der Vortheil, den das Publicum von diesem Jnsti-tute zog, machten dasselbe allgemein beliebt, und er-warben ihm viele Freunde und Gönner. Besondersfand diese weibliche Gesellschaft in der Person des P.Cosinus Berlintani, eines regulierten Geistlichen vonder Congregation der Mütter Gottes, der Pfarrer zu