494 Jmpost. Jmprägmren.
Impost, (der) aus dem mittlern Lat. Importus, von im-ponere.
1. Eine Auflage, Anlage, Aufschlag, die lan«desherrliche Anordnmig eines Beytrages der Unter-thauen zur Bestreitung gemeinschaftlicher Bedürfnisse,z.E. Steuer, Schahung, Tribut, Zoll Zinsen; einejede von der Obrigkeit verordnete Auflage, besondersauf bewegliche Güter; Fr. lmpü-, Ital. Iinposta.Die Waaren mit vielen Impostcn beschweren, d. i.Accise, Zoll u. s. f. Von Seiten der Unterthanenversteht man unter Jmpost die Abgaben an dieObrig»keit. Siehe Stetreu.
2 . In der Baukunst wird das vorspringendeSimswerk an dem Nebenpfeiler, worauf der Bogeneines Gewölbes ruhet, Incumba, der Jmpost, Fr.Importe, sonst aber auch der Rämpfer genannt. Siebe2-vämpfer.
Impotenz, aus dem Lat. Impotentia, Fr. Impuirtance,die Untüchtigkeit einer Person zum Kinderzeugen; dasUnvermögen, den Beyschlaf zu vollziehen; siehe lln«vermögen.
Imprügnarion, siehe das Folgende.
Imprägniren, Fr. lmpregner, heißt, nach seinem la-teinischen Ursprünge eigentlich schwängern, schwan-ger machen; figürlich wird es auch zuweilen von demMineral - und Pflanzen - Reiche gebraucht, für be-fruchten, fruchtbar machen. In der Chemie midApothekerkunst heißt imprägniren, eine flüssige oderandere Materie mit Theilchen einer fremden Substanzbeladen. Einen Eiquor mit Salzen, mit vitrloli-scheu Theilchen, mit Eisentheilchen rc. imprägnircu.Ein Tuch mit der färbenden Brühe imprägniren,es von derselben völlig durchdringen lassen; machen,daß die färbende flüssige Materie sich bis zur Sättig-ung in das Tuch hinein zieht. Eine mir Salpeterimprägnirte Erde.
Da-