Incrustat. 541
und mehr, wiegen. Schlägt man diese Massen voneinander, so findet man das Mos in denselben theilsunverändert, theils aber auch nur leere Canäle. Aneinigen Orten ist das Incrustat von dem verfaultenMose schön grün gefärbt. Äogel behauptet, daß die,ses incrustirte Mos das schönste und größte sey, wel,ches man noch gesehen hat. Bey den damit angesiellrten chemischen Versuchen fand Derselbe, daß ein Theildieses Jncrustates kalkartig., der größere Theil abersandartig war.
Eigentlich könnte man incrustirtes Mos in allen Ge-genden, wo incrustircnde Wasser sind, finden; besondersaber liefern folgende Gegenden und Oerter diesty Incrustat:Agio, im Canton Bern; Blankendmg, im ©chivarzburg»ifchen, Lantstatt, Döltigfen, Edingen, Gcrn!»g?n, Gos-lar, Gothlano, Jena, Montchmand, vlurnberg,Gchwarzdurg, Sondershauftn, Thangelstedt und lvic-gersdorf. Dieses bezeugen: die mineralogische» Lclustig-ungen, B. 2. S. 224; B. 3, S. 124. Linue SystemaNat 1768, S. >8?« Ritter Oryctogr. Goslar. ©. 20.(£6. Xleff. i>opjilementa scriptor. ©. 10, 117. Barer Ory-ctogr. Norica, ©.24, Walch Lraturgefch. der Vec*steiner» Tb» 3, ©» 74. Vogel de incrustsro agri Göttiog.S. 28 . Schürte Oryctogr. Jcnens ©, icy. © ch ri!> teklithograpl). Äcschreib. der Gegend um Lhangelstedt,©. 3;. Liebknecht Haftn subterr. ©, 155, f. und die 2 )erl.Sammt. B. 3, S. 242, f.
Ausser den 3 Zeichnungen, welche Hr. Schröter a.ang. O. geliefert hat, ist auch in Knorrs Sammt, vonden Merkwürdig?. der Nm. Th. 2, 'sah. D. III. a Fit;. 6.«in sebr schönes Stück incrustirr Mos abgezeichnet.
Der Werth der mehresten Incrustaie ist sehr ge,ringe. Die Ursache davon ist gedoppelt. Die «eineist darin zu suchen, daß die Jncrustate gleichsam einMittelding zwischen einem natürlichen Körper und einerVersteinerung sind; man weiß also eigentlich nicht ein,mahl den Ort, wohin man sie in einem Cabinete zu le,gen hat; gemeiniglich aber betrachtet man sie als einenAnhang von den Versteinerungen. Die zweyte v,r,
fache