Band 
Neun und zwanzigster Theil, von Jan bis Inf.
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552 Indig.

Hülsen; Fr. l'^nil bürard. Diese Sorte heißt nurdeswegen unecht, weil man sie ehemahls in Amerika,aus Mangel der Kenntniß und Versuche, für ein Un-kraut gehalten, und daher ihre Cultur vernachlässigthatte. Sie gibt ein vortreffliches Blau, aber nurnicht viel. Ihre Hülsen sind kürzer, als die vom fran-zösischen Anil, größten Theils krumm, mit 5 bis 6Körnern.

c) Die wilde Indigpflan;e; die ZwevsamigeJndigpflauze, Larolrna-Indig, in Guzarate Gin-gay, Giogey oder Guinguai genannt; I:>digofera !ca-po infirmo, folicrum pinnis oblongis, pallide virenti-bus, glabris, pedunculis spicae longisiimis, floribuslaxe dispofiris, leguminibus latis bieuibus gibbofis sub-asperis dispermif, d. i. die Jndigpflanze mit einemschwächlichen Blumeiischafte, gefiederten Blättern,deren Blättchen länglich, blaßgrün utiö glatt sind,sehr langen Stielchen der Blumenahre, weil von ein-ander abstehenden Blumen, und breiten kurzen höcker-igen etwas rauhen Hülsen, worin zwey Samen ste-cken; Fr. l’Anil lauvage ober l’Anil er maron. Linnömacht eine besondere Art daraus, unter dem Nahmenludigokera dispemm; siehe Weiler unten, N- 7.

Wie die Indianer den Anbau dieser pflanze unter-nehmen, welcher Boden sich dazu schicke, und wasalles sonst dabey, wie auch bey der Zubereitung derFarbe daraus, zu beobachten ist, wird weirer unrenvorkommen. Die einzelnen Stöcke, welche man inden Gärten unterhält, zieht man aus dem Samen aufdem Mistbeete, seht die Pflanzen, wenn sie . Zollhoch geworden sind, in kleine, mit guter frischer Erdeangefüllte Töpfe, und diese auf ein Treibebeet vonGärberlohe. Wenn sie einige Stärke erlangt habe»,müssen sie nach und nach an die freye Luft gewöhnet,und wenn die Blüthe sich zeigt, an die freye Luft ge-siellet werden. Es pflegt aber diese bey uns spar-im

Som-