Band 
Neun und zwanzigster Theil, von Jan bis Inf.
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Indiz.

Auf der Insel Nladagascar machen die Einwoh«ner, nach dem Berichte des Franz Eaucjre (*), mir derBereitung des Jndigs nicht so viele Umstände, wie dieMorgenländer. Sie zerstampfen die Blätter mit ihrren noch zarten Zweigen, machen Brode daraus^ wo«von ein jedes 3 Pfund wiegt, und nccknen sie an derSonne. Wenn sie damit färben wollen, zerreiben siedavon so viel, als sie brauchen, und vermischen dasPulver mit Wasser in irdenen Geschirren, die sie einegewisse Zeit sieden lassen. Sie lassen alsdann dieFar?be wieder kalt werden, und weichen ihre Baumwolleoder Seide hinein, welche, wenn sie wieder heraus ge.'zogen wird, eine schöne blaue Farbe bekommt. DieIndigpflanze wird auf dieser Insel Banghers, und ihrTeig Äangvets genannt.

In Senegal , nennen die Schwarzen diese PflanzeGueangue. Ihre Art, dieselbe zuzurichten, ist sehreinfach. Sie reissen den Gipfel benßweige der Indiz.'Pflanze ab, und zerstampfen dieses Laub, bis es zu ei?nein feinen Teige wird, woraus sie kleine Brode, die sieim Schatten trocknen, verfertigen.

Cäsar Lümbert erzählt, in der Nachricht von seinerReise nach Aegyptsn, die im I. 1627 heraus kam,daß mau zu Larrc» viel Indiz abhohle, und von danach Europa bringe. I). Pocock (**) gibt von der Be?reitung des Jndigs in A gyprcn folgende Nachricht:„Das Kraut wird im Mörser gestoßen und gekocht;hernach weichen sie es in Wasser und pressen es; sodannkochen sie es wieder, und lassen es austrocknen, bis eszu einem Kuchen oder Pulver wird. ‘

III. In Asten ist die Art, aus der Indigpflanzedie Farbe zu ziehen, nicht einerley, und man sindslöfters bey Manufacturen von einer und eben derselben

Ge?

(*) Relation dc son voyage L Madagascar, >6;6, 4. S. 149-(") In seiner Beschreibung des Morgenlandes, Lh. >, S. 304/der Ausgabe von 177»-