Band 
Neun und zwanzigster Theil, von Jan bis Inf.
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ten deö Unkrautes die Jndigpfianze Blüthen und Sa-men rrägk, welches gegen den Febr. geschieht, undwenn die Blätter gelb zu werden anfangen, schneidetman es ab, so, daß an den Zweigen, die man auf demStocke lässet, noch eine Spanne hoch übrig bleibt,welche bey dem ersten günstigen Regen aufs neue treibt,und nach Verlauf von 3 Monathen eine zweyte Aerndeverstattet, auf welche, wenn sie wie die erste verrichtetwird, eine dritte folgt, worauf man die Pflanze schös-sen lässet, uin Samen davon zu sammeln, den mantrocknet, damit er tüchtig sey, zu gehöriger Zeit in dieErde gebracht zu werden. Endlich verbrennt man diePflanze, weil sie nichts mehr hervor bringen kann,und breitet die Asche davon, an statt des Düngers,auf den Feldern aus. Das Kraut wird nur bey schö,ner Witterung abgeschnitten, damit es von dem Vier-tel des Tages bis um 2 Uhr nachmittags an die Son-ne geleget und recht trocken gemacht werden könne.Hierauf drischt man es, bis alle Blätter von den Stie-len abfallen, und hebt sie an einem Orte auf, wo derWind nicht hinkommt; wo sie so lange bleiben, bisdie Witterung so ruhig wird, daß man sie von neueman der Sonne trocknen, und mit Stöcken klein schla-gen kann. Sodann bringt man sie auf eine von allenSeiten verschlossene Tenne, bedeckt sie mit Hürden undMatten, lind lässet sie 20 bis 30 Tage also liegen.Hernach thut man sie in große Kessel, und gießt süßesoder auch salziges Wasser darauf. Man seht dieseKessel von ioUhr des Morgens bis um 3 Uhr nach-mittags an die Sonne. Die Blätter fangen alsdannan aufzuschwellen, und es erhebt sich ein Schaum voneiner leichten Purpurfarbe. Man siltrirt die Farbedurch ein reines Tuch, gießt darauf Wasser auf dieBlatter, die mit den Händen stark zusammen gedrücktwerden, und wiederhohlk diese Arbeit so lange, bis

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