Band 
Neun und zwanzigster Theil, von Jan bis Inf.
Seite
568
JPEG-Download
 

568 I"dig.

welches ein wenig mit Seewasser vermischt ist, auge-füllt sind, macht man sie mit trocknen Blattern garVoll, die man oft und so lange herum rührt, bis siegleichsam zu Schlamm werden. Alsdann lasset mandiese Gefäße einige Tage sich sehen, und wenn derBodensaß so gefallen ist, daß das Wasser oben hellbleibt, öffnet man die Löcher, welche um das Bassinherum in der Absicht, das Wasser absaufen zu lassen,angebracht sind. Man füllet alsdann diesen Schlammin Körbe. Jeder Arbeiter stellt sich mit seinem Korbeauf ein gleiches Feld, und nimmt von diesem Teigemit den Fingern, um Stücke in der Größe eines Hüh-nereyes daraus zu machen, welches mitten von einan-der geschnitten, d. i. unten platt und oben spitzig, ist.Der Indiz von Amadabat wird platt gemacht, undbekommt die Gestalt eines kleinen Kuchens. DieKaufleute, welche nicht gern für ein rmnntzes Ge-wicht den Zoll bezahlen wollen, lassen den Jndig, ehesie ihn aus Asien nach Europa führen, sieben, um denStaub und Sand, welcher sich daran hängt, davonabzusondern. Daraus wissen sie auch ihren Vortheilzu ziehen; denn sie verkaufen ihn an die Landc-sein-wohner, die ihn zu ihrer Färberey gebrauchen. Die-jenigen, die den Indiz sieben, müssen dabey vorsichtigzu Werke gehen. Während dieser Arbeit hängen sieein leinenes Tuch vor das Gesicht, wobcy sie bestän-dig Nase und Mund wohl verstopft halten, und ander Leinwand nur zwey kleine Löcher vor den Augenlassen. Sie müssen alle halbe Stunden Milch trin-ken, und dem ungeachtet hindert alle diese Behutsam»kett nicht, daß nicht ihr Speichel, wenn sie diese Ar-beit 8 oder io Tage verrichtet haben, einige Zeit bläu-lich aussieht. Man hat so gar angemerkt, daß, wennman des Morgens zu dem weggesiebten ein Ey leget,dasselbe am Abend, wenn man es zerbricht, ganz blauaussieht. So wie man den Teig mit den in Oehk zer