Indig. 569
rauchten Fingern aus den Körben nimmt, und Stückedavon macht, leget man sie an die Sonne, damit sietrocken werden. Diejenigen, die zur Aussaat Samenbrauchen, lassen im zweyten Jahre einige Stöcke sie.-hen, welche sie abhauen, wenn die Schoren reif sind.Alsdann lassen sie dieselben auf dem Felde trocken wer-den, und sammeln hernach den Samen davon. Wennein Feld z Jahre Indig getragen hat, lässet man esein Jahr ruhen, ehe man es wieder besäet.
Iv'. In Amerika, auf dem festen Lande, hat manden Bau des Jndigs nach und nach an verschiedenenOrten versucht; er scheint aber Carolina, St. Do-mingo und Mexiko eigen geworden zu seyn. Ehe dieJndigpflanze nach Amerika gebracht wurde, hat maneine ähnliche blaue Farbe aus der Sophora tinctoriagemacht, welcher Umstand einige Ungewißheit in derGeschichte des Jndigs erklärt.
In Larolin», einer Provinz in dem nördlichenAmerika, zwischen dem z i midisten Grade der nörd-lichen Breite, bauet man, nach Wich. Burk's Be-richte (*), drey Arten von Indig, wovon jede einenverschiedenen Boden erfordert. Die erste, nähmlichdie aus Frankreich oder aus Hispaniola, (der französi-sche,) treibt eine sehr lange Herzwurzel, und erforderteinen sehr fetten Boden; daher kommt es, daß, obsie gleich in ihrer Art sehr gut ist, man sie doch in denan der See liegenden Gegenden von Carolina, welchesehr sandig sind, wenig bauet. Allein, man trifft soleicht kein besseres Land an, als dasjenige ist, welcheshier ico Meilen von dem Meere liegt. Der Frost inCarolina, dem ste nicht widerstehen kann, ist noch eineandere Ursache, die den Anbau derselben verhindert.Die zweyte Art, nähmlich der so genannte unechte oderGuatimala- oder der wahre Bahama-Indig verträgtNn; den
V) Geschichte der europäischen Lolonien, B.,, ** 5 .