Band 
Neun und zwanzigster Theil, von Jan bis Inf.
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572 Jndig.

über den Rand des Troges steigt. Um diese heftigeGährung zu dämpfen, gießt man Oehl darauf, so wieder Schaum in die Höhe steigt, welches ihn sogleichzum Fallen bringt. Nachdem man auf diese Art dasWasser 30 bis 35 Minuten (bey kalter Witterungmuß man länger schlagen,) herum gerührt hat, so famgen kleine Körner an zu entstehen, welches daher kommt,weil die Salze und die andern Theilchen der Pflanze,die das Wasser zertheilt und mit welchen es sich ver-mischt hatte, sich alsdann wieder vereinigen. Um dieseTheilchen desto besser zu entdecken, und zu wissen, obdas Wasser genug geschlagen worden sey, thut man vonZeit zu Zeit etwas weniges davon auf einen Teller,oder in ein Glas. Wenn es so aussieht, wie es aus-sehen muß, lässet manKalkwaffer, welches sich in einemandern Gefäße befindet, hinein laufen, und rührt esmit einander ein wenig herum, welches die Ope-ration erleichtert. Der Jndig bekommt bessere Kör-ner, der Liquor erlangt eine röthliche Farbe, er wirdtrübe und schlammig, und man lässet denselben sichsehen. Man gießt hernach den Hellesien Theil davonin verschiedene andere Gefäße, aus welchen man ihn,so bald er oben hell zu werden anfängt, wieder heraus'gießt, bis weiter nichts als ein Schlanrm übrig bleibt,welcher in Säcke von grober Leinwand getragen wird.Man hängt ihn alsdann einige Zeit auf, bis die Feucht-igkeit sich gänzlich zerstreuet hat. Um diesen Schlammvollends zu trocknen, nimmt man ihn anS den Säcken,und knetet ihn auf Bretern, die von einem porösenHolze gemacht sind, mit einem Spatel von gleichemHolze, wobey nian ihn früh und abends zu verschiede-nen Mahlen, aber nicht lange, an die Sonne legenmuß. Alsdann thut man ihn in Gefäße, oder inKasten, die man mit gleicher Vorsicht an die Sonnesetzt, bis der Jndig fertig ist. Bey jedem Stücke die-ser Zurichtung wird viele Aufmerksamkeit und Ge-