Band 
Neun und zwanzigster Theil, von Jan bis Inf.
Seite
576
JPEG-Download
 

576 Indiz.

Ablauf nöthig, weil man durch ihre Oeffnung denganzen Saft, wenn er trocken ist, heraus nimmt.

Die Spunde X sind von Holze, welches nicht fault,gemacht, viereckig ausgestoßen, und in die Dicke deSMauerwerkes geleget, so wie es der Ablauf eines jedenGefäßes erfordert. Diese Spunde sind ihrer Längenach durchbohrt, damit sie Rohren abgeben. DieHöhe und Breite eines jeden Stückes sind nach derAnzahl und Weile der Löcher, die man hinein macht,eingerichtet, und die Länge wird nach der Dicke derMauer, in welche man es legt, abgemessen; wobeyzu beobachten ist, daß die beyde Enden mit den beydenSeiten der Mauer horizontal geleget werden. DieZapfen, mit welchen man die Röhren zustopfet, sindrund, und von eben dem Holze, wie die Röhren.

Die Plähe, wo der Indiz verfertiget wird, haben,nach Gelegenheit ihrer Größe, mehrere gemauerteStücke, die einander ähnlich sind, entweder nahe bey.sammen, oder von einander entfernt, liegen, so wie esdie Bequemlichkeit der Nutzung erfordert; und als-dann nennt man sie zuweilen Hourriture. oder Equi-page, slit statt Indigorerie Fig 1671, stellt verschie-dene dergleichen mit einander verbundene Equipagenvor; und man ersieht daraus, daß man durch iyreZusammensetzung die Anzahl der Schlag - und derSeh-Küpen um die Hälfte vermindern kann.

Wenn man an einem Orte eineIndigoterie anlegenwill, muß man zuvörderst untersuchen, ob es möglichist, das Wasser eines Flusses oder Baches dahin zuleiten, damit man die Küpen damit anfüllen könne.Wenn man diesen Vortheil nicht hat, muß man einenBrunnen graben, Fig. 1660 , und eine Pumpe anzu-bringen suchen; indem es bey der Anlage einer Jndi-geterie schlechterdings nothwendig ist, Wasser bey derHand zu haben. Ist man versichert, Wasser zu fin-den, es mag geschehen, auf was für eine Art es wolle.