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Invig.
Da eine ganz vollgefüllte Küpe durch einen sehrmittelmäßigen Ritz auskaufen würde, fo muß man,so bald man es gewahr wird, Seeiuuscheln, von wasfür Art sie auch seyn mögen, nehmen, und sie zersto-ßen, ohne sie zu brennen. Man macht sie zu Pulver,und siebt sie; alsdann nimmt man ungelöschten Kalk,welcher auch gesiebt ist, vermischet beydes mit einan-der, und feuchtet es mit so viel Wasser an, als erfor-dert wird, einen festen Mörtel davon zu machen, wo-mit man den Spalt der Küpe so geschwinde als mög-lich anfüllet; dadurch wird das Auslaufen sogleich ge-hemmet.
Andere bessern die Rihe auf folgende Art aus.Man öffnet und erweitert inwendig den Riß in Gestalteiner weiten Rinne, welche von oben herunter 7 bis 8Z. in der Tiefe hat. Man beschabet die Ränder derkleinen Spalten, welche man, wie das übrige, zu öff-nen nicht für gut besindet, und füllet das Leere mit ei-nem Kirre aus, welcher aus gleichen Theilen von le-bendigem Kalk, gestoßenen ulid gesiebten Ziegeln, undpulverisirten Hammerschlage besteht, welches alles mitso wenig Wasser, als möglich ist, angefeuchtet wird.
In Isle de France macht man eine Art von Kitt, wel-cher folgender Maßen zubereitet wird. Man löset See-Muscheln in Cilronrnsaste auf, nimmt den Bodensatz die-ser Solution, und vermischt ihn mit Eyweiß.
Der chinesische Kitt, welcher Sarangousti genanntwird, besteht aus trocknem Peche,' Cocosnußöhl, und ge-siebtem ungelöschten Kalke. Aus diesen drey Stückenmacht man einen Teig, welcher auf einem Klotze mit einerKeule geschlagen wird, bis er sich ziehen lasset, weich, undzu der Absicht, wozu man ihn braucht, geschickt wird.Dieser Teig wird im Wasser ausserorbeiuiich hart, undweiß wie Porzellan, daher man sich desselben auch bedient,zerbrochene Porzeüangefaße wieder zusammen zu kitten.
Man muß über dieß darauf sehen, daß man in de-nen Gefäßen, welche einige Zeit in der Ruhe bleiben
sollen,