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Indig.
Die Bearbeitung deS unechten Anils ist etwassthmerer, als die Bereitung des französischen, unddas Korn von seinem Safte ist nicht so groß; aberdurch die Vortheile, welche jener vor diesem hat, wirdder Schade gar wohl erseht. Erstlich kommt der umechte Anil überall und zu allen Zeiten fort; zweylenswird sein Kraul von den Jnsecten nid^t so angefallen,und es widersteht ihrem Anfalle viel länger. DerRegen selbst beschädigt ihn nur, wenn er gar zu häufigfällt; welches aber desto ungewöhnlicher ist, da dasLand offener und immer bevölkerterwird. Wenn manBündel für Bündel vom Kraute rechnet, so gibt derunechte bey jeder Küpe weniger, als der französische,weil sein Laub an größern Stängeln hängt, weiche inder Küpe mehr Platz einnehmen. Dieser Mangelaber wird durch die Größe des Feldes und durch dieMenge der Stängel wieder ersehet, indem man vondem französischen ein gutes Drittel weniger schneidetund ärndet, als von jenem. Wenn man alles genauüberrechnet, wird man finden, daß es mit beyden aufeins hinaus laust; und da es selten geschieht, daß der-selbe gleich anfangs verdirbt, so pflanzt man ihn im-mer, ohne die Schwierigkeit bey seiner Bearbeitungin Betrachtung zu ziehen, hauptsächlich auf Aecker,welche schon getragen haben, indem man die bessernFelder für den echten ausseht. Nur der Punct sei-ner Reife muß wohl getroffen werden; man muß siesorgfältig unterstichen, und sich wohl in Acht nehmen,daß man es nicht bis dahin verschiebe, wenn er inSamen geht; denn alsdann ist er schwer zu bereiten;und wenn auch der Jndigbereiter geschickt genug ist,den Zweck zu erreichen, und Indig heraus zu bringen,so gibt er, es müßte denn seyn, daß die Hitze nicht gargroß wäre, so wenig, daß die Mühe deir Nutzen über-steigt. Schneidet man ihn aber zu rechter Zeit, sokann man vortrefflichen Indig daraus machen, wenn
man