Band 
Neun und zwanzigster Theil, von Jan bis Inf.
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Indiz. 597

man nur bey der Währung, und beydem Schlagen,alle mögliche Sorgfalt anwendet.

Diese Art Anil erfordert lange Zeit;u ihrem Wachs-thulne, daher viele dem französischen den Vorzug ge-ben, wenn die Güte des Bodens ihn anzubauen ver-stattet; denn dieser kann in 2 Monathen, zuweilenauch schon in 6 Wochen, der unechte hingegen erstnach ; Monathen, geschnitten werden. Dem unge-achtet macht mau zuweilen eine Vermischung von bey-den , wenn die Einrichtung der Plantagen oder derAernden es erlaubt. Denn der unechte hat mit demfranzösischen dieses gemein, daß er seine Zweige so ge-schwinde treibt, als dieser, und 6 Wochen daraufschneidet man sie, und vermischt sie mit einander, alswenn beyde Arten nur eine ausmachten. Diese Ver-mischung bringt ein festes Korn, welches von einerziemlichen Große ist, hervor, wodurch dem Indigo-Bereiter die Mühe erleichtert, und ihm das Mittel andie Hand gegeben wird, der Gehrung und dem Schla-gen mit emander den gehörigen Grad zu geben.

Auf St. Domingo verarbe ler mau nur das Kramvon dem französischen, oder auch das von dem unech-ten Anil; die Meisten sehen alle übrige Arten, denenman verschiedene Nahmen gibt, als Pflanzen an, wel-che von einer oder der andern dieser beyden ersten Gatt-ungen ausgeartet wären. Vielleicht wurden aber auchdie andern mehr Aufmerksamkeit verdienen, wenn mannicht wider sie eingenommen wäre.

Unter denen Einwohnern, die den Indiz verfert-igen, gibt es wenige, die sich damit abgeben, denAnil zu pflanzen, um Samen davon zu vekon-neu.Diese beyde Arten von Arbeiten machen unter dcnje-nigen, die sich darauf legen, gleichkam zwey besondereStände aus. Diejenigen, welche sich mit dieser Eul-tur abgeben, lassen sich gemeiniglich in Mori-cs nieder.Einige bauen den französischen, andere den unechtm- Pp 3 Anil,