*98 Indiz.
Anil, einige beyde Arten zugleich, zum Samen. Beydem Bau des französischen verführt man folgenderMaßen. Wenn der Boden zubereitet ist, machen dieNeuern A, Fig. 1682, mit ihrer Hacke, Fjg. ,684,Löcher, D, Fig. 1682, von 2 Z. in der Tieft, welche8 Z. von einander entfernt sind, und worein sie 4 bis; Anilkörner thun, welche mit dem Fuße bedecket wer-den. Wenn die Pflanze 4 Querfinger hoch gewach-sen ist, wird sie gegätet, und dieses, so lange es nö-thig ist, wiederhohlet. Nach 4 Monathen fällt dieBlüthe ab, und macht der Schote Plah, welche manbis zu ihrer Reife, d. i. bis sie schwarz zu werden an-fängt, an dem Stängel lässet. Man schneidet als-dann die Pflanze 2 Z. hoch von der Erde ab, und trägtsie, so wie sie ist, auf eine Art von Tenne, oder einengeschlagenen und rein gefegten Plah, wo man sie tro-cken werden lässet. Wenn sie trocken ist, wird sie miteinem dicken und langen Stäbe gedroschen, um dieSchoten zu zerbrechen, und von den Pflanzen abzu-bringen. Hierauf werden die Pflanzen, als unnütz,weggeworfen. Die Schoren aber, und den Samen,welcher schon davon abgesondert ist, raffet man zusam-men, und verwahrt beyde in Haufen, in Magazinen.Wenn sie nun mit ihrer Aernde fertig sind, und davonverkaufen wollen, lassen sie die Haufen in einem höl-zernen Mör ser C, Fio. 1670 und 1670 c ^, vol-lends zerstoßen. ■ Dieser Mörser ist aus einer dickenhölzernen Walze gemacht,, welche an einem Ende 2 F.tief ausgehöhlt ist. Seine Oeffnung hat t F. imDurchmesser, und sie wird nach dem Boden zu immerschmahler, welches in der Höhlung die Gestalt einesmngekehrten Zuckerhutes vorstellt. Der Stiel, oderScampel, oder die Keule, Fig. 1670 H und V, Fig.167., O, ist aus einem harten Holze gemacht, und be-trägt in der Länge F-, und in der Dicke ungefähr2§ 3. im Durchmesser; unten ist er rund. Weitn der
Mör-