Band 
Neun und zwanzigster Theil, von Jan bis Inf.
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3ndig. 599

Mörser mit Schoten angefüllt ist, stellet man 2 oder3 Negern, E, Fig. 1670 c ) dazu, deren jeder einenStampel in der Hand hat; diese stoßen so lange, bisder Same von der Schote völlig abgesondert ist. Als-dann worfeln sie ihn, reinigen ihn, und thun ihn inkleine Fässer, die auf einer Seite keinen Boden ha-ben. Dieser Same wird an die daselbst wohnendenJndigbereiter fässerweise verkauft. Man nimmt dazudie Fässer, in welche das Mehl gethan wird, welchesman aus Frankreich nach Amerika schicket.

Die Anilstöcke treiben nach der ersten Aernde neueSprossen, welche, wie die vorhergehenden, Samengeben, den man auf gleiche Art einsammelt. Wennder französische Anil auf diese Art geschnitten wird,kann er sich ungefähr 2 Jahre halten; da aber bey je-dem Schneiden allemahl eine Menge von Stöcken ein-geht, säet man im folgenden Jahre auf die leerenStellen frischen Samen.

Das Pflanzen (Säen) und Gäten des unechtenAnils geschieht auf eben die Art. Sein Same aberwird auf eine andere Act eingesammelt, weil er nie-mahls auf einmahl reif wird, indem die niedrigenZweige viel eher blühen und Schoten bekommen, alsdie obern. Wenn diese Schoten reif sind, sehen sieschwarzroth oder schwarzgrün aus, so wie die Schotendes echten. Wenn man sie gar zu lange an den Ae-sten liesse, würden sie auf einmahl schwarz werden,und diese übermäßige Reife, welche das Korn zu hartmacht, würde verursachen, daß es schwerer artfginge.

Wenn man an den oben erwähnten Merkmahlengewahr wird, daß es gut abzunehmen ist, so lassetman die Negern Körbe an den Ort tragen, wo sie 06einsammeln sollen. Wenn sie beysammen sind, gehensie von einem Anilstöcke zu dem andern, und reissen dieSchoten, welche reif sind, mit vollen Handen ab;denn sie wachsen bündel-oder büschelweise, von einerPp 4 Eut-