Band 
Neun und zwanzigster Theil, von Jan bis Inf.
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604 Zndig.

Theils auf einen tief genug umgearbeiteten Boden an-kommt; doch muß man gestehen, daß dir Pflanzungdes Anils in einen Boden, welcher durch das Pflügen,oder, weil der Regen in niedrigen Gründen neue Erdeherbey geführt hat, gar zu sehr aufgelockert worden,ebenfalls vielen Schwierigkeiten unterworfen ist.Denn, wenn die Negern ihre Messer, deren sie sichzum Schneiden des Anils bedienen, Fig. 1686, nichtrecht scharf machen, reiffen sie entweder einen großenTheil der Pflanzen aus, oder verursachen eine höchstNachtheilige Verrückung der Stöcke. Ueber dieß ver-ursachet die Stärke der Stängel, welche vorzüglichgroß und dick sind, nach der ersten Aernde, welche sehreinträglich gewesen ist, zuweilen den ganzen Verlustderselben, weil entweder die Fasern des Stockes einegar zu große holzichte Festigkeit erlangt haben, oder,weil die Svnnenhiße die Wurzeln, welche eines be-ständigen Schattens gewohnt ist, angreift, oder end-lich, weil das durch eine so große Anstrangung erschöpfteWachsthum nicht mehr im Stande ist, weiter fort zudauern. Da so viele verschiedene Arten von Bodennicht auf ein und eben dieselbe Art behandelt werdenkönnen, so findet auch in Ansehung der Werkzeuge zurPflanzung des Anils eine Verschredenheit Statt; in-dessen ist doch der Gebrauch der Hacke bey alle»» Artenvon Boden der gewöhnlichste.

Ausser der Hacke muß das Feld noch 3 oder 4 Mahlgegätet werden, ehe es geschickt gemacht wird, nachdem ersten günstigen Regelt besäet zu werden. Wennder Boden schon zu sehr erschöpft, oder von Naturmager ist, breitet man, gleich nach der ersten Umar-beitung, altes verfaultes Jndigkraul, oder andernDünger, darauf aus. Die Vortheile, welche dar-aus entstehen, halten für dieses Verfahren, welchesnicht so allgemein üblich ist, als es wohl seyn sollte,völlig schadlos.