Band 
Neun und zwanzigster Theil, von Jan bis Inf.
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Indiz. 62;

in dem zweyten Troge wirke» würde; d. i. wenn dieMaterie in dem erste» Troge dermaßen gegohren hat,daß ihre Theile, indem sie die größte Neigung zurVerreinigung habe»,-durch das Schlagen vollends zurVereinigung gebracht werden, so entstehen gleichfallsin der Schale kleine Massen oder Körner, welche sichnach der Beschaffenheit des Krautes und nach demGrade seiner Entwickelung in der gegenwärtigen Gähr-ung mehr oder weniger unterscheiden lassen. Wenndieses Korn, welches nicht größer ist, als das kleinsteSenfkorn, recht formiert ist, sinkt es durch sein eigenesGewicht auf den Boden der Schale, und lässet demWasser, welches oben schwimmt, gemeiniglich nureine helle Goldfarbe, welche ungefähr der Farbe einesalten Franzbranntweines ähnlich sieht. Wenn mannun die Schale, nachdem man sie geschüttelt hat, einwenig umbiegt, um die eine Seite des Bodens freyzu lassen, sieht man alsdann nicht allein die obigenWartungen, sondern auch wie die feinen Körner vondem höchsten Rande, den sie zurück lassen, abrollenund sich entfernen, und wie das Wasser, gegen diesenRand zu, einen sehr klaren und von den Körnern ganzabgesonderten Faden macht. Diesen Handgriff wieder-Hehlt man von Zeit zu Zeit, bis die Merkmahle sichso deutlich, als es die Umstände verstatten, zeigen,wovon ich weiter unten sprechen werde.

Da aber auf diese Merkmahle so vieles ankommt,so ist es nicht genug, die Küpe oben zu untersuchen,wenn man eine genaue Kenntniß davon haben will.Denn einige Arten Indig haben oft nur ein falschesKorn aus der Oberfläche. Ueber dieß kommt dasKraut, welches sich unten in der Küpe befindet, vieleher in Gährung, als das obere, welches fast 2 Stun-den erfordert, ehe es bedeckt wird; und in der Regen-Zeit, da der Indig nur ro.bis 12 Stunden Zeit zurGährung braucht, verändert sich das obere in der Küpe

so