Band 
Neun und zwanzigster Theil, von Jan bis Inf.
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Indiz. 6zz

rechnen pflegt, und oft bleibt fast eben so viel davonbrach, oder zum Holzbaue liegen, damit man sich des-selben alsdann bedienen könne, wenn das Land, woman den Indiz pflanzet, erschöpft ist.

In denen Plantagen, wo man keine Holzplahemehr hat, die Stelle der erschöpften Indigäcker dadurchzu ersehen, und wo man sich genöthigt sieht, sich derumgerissenen Beete zu diesem Zwecke zu bedienen,nimmt man, uin dieselben tragbar zu machen, zu ver-schiedenen Mitteln seine Zuflucht. Eins der vornehm-sten ist, wenn man auf die Beete, welche man wiederbearbeitet, etwas alten Mist von Indiz thut, den manin Amerika Plunder-Indig (kariös-Indigo) nennet,welchen man aus den Küpen oder Trögen genommenhat. Dieser Dünger, so wie er aus dem Trogekommt, ist vortrefflich und allezeit sehr kräftig. Wennman aber ein Stück Land von Grunde aus wieder her-stellen, und es in den Stand, lange Zeit ohne Düngerzu dauern, sehen will, muß man dicke Hirse daraufpflanzen, deren Stängel und Laub dem Mays, odertürkischen Weißen, sehr ähnlich sehen. Diese Hirseschneidet man nach 6 Monathen, und lassenden Stau-gel mit den Blättern auf der Erde verfaulen. DerStock treibt alsdann wieder neue Stängel, wovonman den Samen zur Zeit seiner Reife einsammelt.Man schneidet darauf die Pflanze bey der Erde weg,und lässet sie auf dem Acker liegen, damit sie daselbstvertrockne; und wenn die große Pflanzzeit sich nähert,so zündet man sie an. Endlich reißt man den übrigenTheil der Pflanze heraus, und verbrennt ihn ebenfalls,nachdem man das ganze Stück mit der Hacke umgear-beitet hat. Alsdann wird es, so oft es nöthig ist, um-gearbeitet, bis es im Stande ist, den neuen Indigsarmen zu empfangen, welches eine Zwischenzeit von un-gefähr 1 5 Monathen betragt. Wenn ein Stück sol-cher Gestalt wieder in guten Stand gesetzt ist, g.wt eSRr z ein