Band 
Neun und zwanzigster Theil, von Jan bis Inf.
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Indig.

ätzendes Laugensalz mit Wasser verdünnt, mit der Zeiteine gelbe und in der Folge eine schöne rothe Farbeheraus. Doch verändern weder die flüchtigen, nochdie feuerbeständigen Alkalien, die blaue Farbe des In-digs im geringsten, wiewohl nicht zu längnen ist, daßdas Einweichen des Jndigs vor seinem Gebrauche, inUrin, dessen sich die Schönfärber bedienen, und dasEinweichen desselben in einer Lauge aus Kalk undSoda vor feiner Zerstoßung und Anwendung bey demBaumwollenfärben, zur Entwickelung seiner Theilesehr vieles beyträgt. Auch dem Kalkwasser theilt derIndig feine blaue Farbe nicht mit.

Die vegetabilischen Säuren, z. B. der Citronen-Saft und der Weinessig, ziehen eben so wenig ausdem Indig heraus, wiewohl der Essig nach dem Ko-chen mit dieser färbenden Substanz doch ein wenig indas Grünliche spielt. Die mit Wasser verdünntenmineralischen Sauren verändern die blaue Farbe desJndigs nicht. Am wenigsten wirkt die Salzsäure aufden Indig, wiewohl sie ein schwaches Aufbrausen her-vcr bringt. Ein Theil gefälltes Scheidewasser gabHrn. Dijonval mit 2 Theilen Indig unter starkemAufbrausen eine heidelbeerröthliche Farbe, und einenzähen kleberigen Teig, welcher mit einer saffr an farb-igen Haut überzogen wurde. Drittehalb Unzen rauch-ender Salpetergeist zündete, nach Hrn. Woulfe's Er-fahrungen, (Philoi'. Transatt. Vol. LXI. S. 125.)eine Unze Indig an. Zwey Unzen der stärksten Sal-petersäure, welche mit 8 Unzen Wasser verdürmet, undin einem hohen gläsernen Gefäße mit 4 Unze gepülver-ren Indig eine Woche lang in der Kälte, alsdann eineStunde, oder darüber, in einem Sandbade digerirt,hierauf mir noch 4 Unzen Wasser vermischt, und end-lich durchgeseihet wurden, gaben eben diesem Chemisteneinen schomen gelben Liguor, welcher, wenn er mit 4bis 5 Mäh l mehr Wasser verdünnet wird, eine brauch-