Band 
Neun und zwanzigster Theil, von Jan bis Inf.
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Jndig.

In den Apotheken wird der Jndig, mit 4 oder 8Theilen Gelbwurz (Eurer,ma- vermischt, einige Pfia«ster qrütt zu färben, gebraucht.

Zuweilen gebrauchen auch die Wäscherinnen denJndig ohne fernere Zubereitung, dre wasche damitdlaul'ch zu färben.

Man hat bereits vor einiger Zeit, in Deutschlandund in Frankreich, die Frage aufgeworfen: ob esnicht möglich sty, in den europäischen Länderneb n so wohl, als an verschiedenen Vrren Ost - undWest - In iens, den Jndig zu verfertigen, oderwenigstens eine Farbe, welche demselben in allenScucken gleich käme, ausfindig zu machen? DieMeinungen der Naturforscher sind, in Beantwortungdieser Frage, verschieden ausgefallen. Einige unterdenselben, als: Hr. v. Jnsii und Streber, haben dieMöglichkeit, dieses zu bewerkstelligen, gar nicht inZweifel gezogen, sondern vielmehr verschiedene Wegevorgeschlagen, wodurch mau in beyden Fällen zu dieserAbsicht gelangen möchte. Andere haben die Zubereit-ung eines wahren Jndigs, in unsern Gegenden, zwarfür uninöglich gehalten, doch aber zu behaupten ge-sucht, daß man, eine dem Jndig gleiche Farbe aus«fündig zu machen, gar wohl im Stande seyn möchte.Noch Andere haben die Möglichkeit, so wohl den wah-ren Jndig, als auch eine demselben in-allen Stuckengleiche Farbe zuwege zu bringen, gänzlich läugnen»vollen. Wenn man erwäget, daß der Jndig in sehrvielen Stücken von allen übrigen bekannten blauenFarben sich unterscheidet, so ist daraus leicht zu ersehen,wie schwer es fallen möchte, in unsern Gegenden sowohleinen echten Jndig, als auch eine andere Farbe, welchedie Stelle desselben in der Färbekunst vertreten könnte,zu verfertigen.

Die Liebhaber der Botanik haben sich bereits vieleMühe gegeben, die so nutzbare Jndigpfianze in unsern

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