Band 
Neun und zwanzigster Theil, von Jan bis Inf.
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Indiz. 669

Gegenden einheimisch zu machen; allein, man hat vierselbe kaum mit aller Sorgfalt, in den Glashäusern er-halte» können, wo sie gar selten zur Blüthe, noch sel-tener aber zu reifem Samen gelanget. Utid da diesesKraut zu derjenigen Art von Pflanzen gehört, welchesich nicht vermittels ihrer Wurzel, sondern bloß durchihren Samen, erhalten lassen, indem dieselbe nichtüber zivey Jahre dauert, und alsdann wieder gesäetwerden muß, so lässet sich leicht schließen, wie wenigHoffnung wir uns zu machen haben, in unsern Gegen«den die Verfertigung eines wahren Jndigs zu erwarten,als welche man ohne diese Pflanze schwerlich bewerk-stelligen wird. Gesetzt auch, daß man durch verschie-dene Bearbeitungen, eine blaue Farbe aus einem beyuns bereits vorhandenen Kraute zuwege brächte, sowürde dieselbe doch kein Jndig, sondern nur eine demJndig gleich kommende Farbe vorstellen, welche aberdie Stelle eines wahren Jndigs niemahls vertretenwird, wovon uns der Waid, welchen man, wie ich anseinem Orte zeige» werde, aus dem so genannten Waid-Kraute, likis, verfertiget, einen ungezweiselten Be-weis vor Augen leget, indem sich derselbe von einemwahren Jndig in gar vielen Stücken unterscheioet, wo-von ich jetz nur die vornehmsten anführen will.

Der Jndia hat nicht allein eine weit schönere undangenehmere Farbe, als der Waid, sondern man kannauch in der Färberey mit wenigem von demselben mehr,als mit einer belrächrlichen Menge von Waid, ausrich-ten. -tzellor versichert, daß 12 bis 13 Pfund vondem besten französischen Waid kaum so viel, als 1 Pf.Jndig, bewerkstelligen: und unsere Färber behaupten,daß sie mit einigen Pfunden zuten Jndig mehr, alsmit einem Centner Waid, aus,»richten rm Standewaren. Man hat daher sowohl in Frankreich, als anandern Orten, durch Äusziehnng der besten Theile ausdem Ward eine Farbe zu verfertigen gesucht, von wel-